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Delivery Hero liefert nun auch Medikamente und Tierfutter

In Südamerika fährt der Lieferdienst nicht mehr nur Essen aus, sondern auch Einkäufe aus Supermärkten, Apotheken und Zoohandlungen. Das Modell soll bald ausgerollt werden.

In der Vergangenheit musste Delivery Hero Services in mehreren Ländern schließen, weil die Essenslieferung dort nicht lukrativ war. Australien zum Beispiel und Frankreich. Nun hat das Berliner Unternehmen einen neuen Ansatz gefunden, seinen Betrieb zur Gewinnschwelle zu führen. In Südamerika können Kunden nicht mehr nur Pizza und Sushi bestellen, sondern auch Hundefutter, Schmerztabletten und Toilettenpapier. 

In Lateinamerika hat das Startup von Mitgründer und CEO Niklas Östberg sein Restaurantportal auf On-Demand Delivery ausgeweitet, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung zuerst berichtete. Auf der Plattform PedidosYa sind mittlerweile auch Supermärkte, Apotheken, Getränkemärkte und Tiershops gelistet, die ihre Produkte von Kurieren ausfahren lassen. Nach demselben Prinzip funktioniert auch das US-Unicorn Postmates.

Der Dienst wurde erst einmal über die südamerikanische Marke getestet, soll aber fortbestehen, wie ein Sprecher von Delivery Hero gegenüber Gründerszene und NGIN Food bestätigt. „Wir sehen, dass die Bestellhäufigkeit der Kunden durch die Erweiterung des Produktangebotes deutlich zunimmt.“ Konkrete Zahlen wolle das Berliner Unternehmen aber nicht nennen. Das Angebot soll obendrein mit ausgewählten Warengruppen im Mittleren Osten und Afrika ausgerollt werden.

In Deutschland will Delivery Hero den neuen Service aber nicht anbieten: Denn erst vor zwei Monaten hat der Berliner Lieferdienst seinen Heimatmarkt mitsamt der Marken Foodora, Lieferheld und Pizza.de für rund eine Milliarde Euro an seinen Konkurrenten Takeaway verkauft


Bild: Getty Images / Tony C French

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