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Das hat der neue Verband für Food-Startups vor

Im Dezember ging der Verein Crowdfoods offiziell an den Start. Lobbyarbeit soll kein Thema sein. Die Organisation will vielmehr Food-Startups im DACH-Raum vernetzen.

Wenn deutsche Food-Startups nach Österreich oder in die Schweiz expandieren wollen, fehlt es ihnen oft an Ansprechpartnern aus dem Handel. Das will Crowdfoods ändern und ein länderübergreifendes Netzwerk für Lebensmittelhersteller schaffen. 

Die Idee kam dem Schweizer Marketingexperten Mark Leinemann und dem Food-Blogger Jay F Kay, als sie selbst eine Algenpasta auf den deutschen Markt bringen wollten. Ihnen fehlte es an Kontakten. So starteten die beiden Unternehmer Anfang 2017 eine Event-Reihe für Food-Gründer und ließen sich 2018 schließlich als Verband nach Schweizer Recht eintragen. Enzo Schrembs und Alexander Heger erweiterten das Team. Seit einem Monat können sich Interessierte offiziell als Mitglied anmelden.

Politische Lobbyarbeit, wie es auch der Bundesverband Deutsche Startups (BDS) macht, will Crowdfoods nicht betreiben. Innerhalb des BDS gibt es seit zwei Jahren eine Fachgruppe, die – ähnlich wie Crowdwoods – nur auf Nahrungsmittelunternehmen abzielt. Auf dieser Plattform engagieren sich nach eigenen Angaben mehr als 40 deutsche Jungunternehmen. Crowdfoods geht es hingegen primär um den Austausch. Dabei will Leinemann nicht nur Gründer aufnehmen, sondern auch bewährte Lebensmittelunternehmen, wie er im Gespräch mit Gründerszene und NGIN Food erzählt. Wenn Getränke-Startups einen Abfüller suchen oder Gründer einen Handelspartner im Nachbarland, sollen sie auf das Netzwerk von Crowdfoods zugreifen. Aktuell deckt Crowdfoods die Länder Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein ab. Ziel ist es außerdem, nationale sowie kommunale Organisationen zu errichten.

Obendrein organisiert Crowdfoods Weiterbildungen und Konferenzen, vermittelt Experten wie beispielsweise Produktentwickler und stellt Kontakte zu Investoren und Accelerator-Programmen her. Da Crowdfoods erst seit drei Wochen aktiv ist, ist die Zahl der Mitglieder noch nicht hoch. Leinemann schätzt, dass sein Verband in spätestens zwei Jahren ein genügend großes Netzwerk aufgebaut hat, damit alle Mitglieder davon profitieren können. 

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Die Leiter von Crowdfoods arbeiten ehrenamtlich für den Verein, noch gibt es keinen CEO oder Angestellte. Der Hauptsitz der Organisation ist am Dreiländereck, an der Schweizer Küste des Bodensees. Der Verein finanziert sich über Mitgliederbeiträge und Gebühren für Events und Weiterbildungen. Die Mitgliedschaft kostet aktuell 140 Euro im Jahr. Etablierte Lebensmittelhersteller und Konzerne sollen künftig mehr bezahlen.

Bild: Crowdfoods/Niklas Spiegler

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