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Coca-Cola kauft zweitgrößte Kaffeehauskette nach Starbucks

Mit einer Milliardenbewertung wechselt Costa Coffee den Besitzer. Damit stehen sich auf dem Kaffeemarkt jetzt die Großkonzerne Nestlé und Coca-Cola gegenüber.

Das britische Restaurant- und Hotelunternehmen Whitbread verkauft die Kaffeehauskette Costa an den US-Getränkekonzern Coca-Cola. Costa werde in dem Geschäft mit 3,9 Milliarden Pfund (umgerechnet 4,3 Milliarden Euro) bewertet, teilte Whitbread am Freitag mit. Das Führungsgremium habe dem Verkauf einstimmig zugestimmt. Whitbread hatte die Kaffeehauskette 1995 für 19 Millionen Pfund übernommen.

Costa Coffee ist die zweitgrößte Kaffeehauskette der Welt nach Starbucks. Das Unternehmen wurde 1971 gegründet und betreibt weltweit mehrere tausend Filialen. In Deutschland hat Costa einen Standort in Frankfurt, jeweils ein Kaffeehaus in München und Hamburg ist in Planung. 

Coca-Cola steigt damit voll in den Kaffeemarkt ein. „Heißgetränke sind eines der wenigen verbleibenden Segmente in der gesamten Getränkelandschaft, in denen Coca-Cola keine globale Marke hat“, sagte Coke-CEO James Quincey zu der Übernahme. Der Konzern führt unter anderem bereits die Kaffeemarke Georgia im Portfolio. Schon länger heißt es in der Branche, dass Coca-Cola den Kaffee-Markt noch weiter erschließen will. 

Erst vor wenigen Monaten hatte eine andere große, britische Kaffeemarke den Besitzer gewechselt. Im Mai hatte der Fonds JAB der Familie Reimann die Sandwichkette Pret A Manger für rund 1,7 Milliarden Euro übernommen. Wenige Wochen zuvor hatte Pret A Manger angekündigt, nach Deutschland zu expandieren. Jetzt steht die Familie Reimann in direkter Konkurrenz zu Coca-Cola. Und beide wiederum im Wettbewerb mit dem Konzern Nestlé. Denn der hatte ebenfalls im Mai die weltweiten Rechte für die Vermarktung der Starbucks-Produkte für gut sieben Milliarden US-Dollar gekauft

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(Mit Reuters)

Bild: Getty Images / Matthew Horwood / Contributor

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