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Edeka will Bringmeister schnell wachsen lassen und Profit sehen

Der Lieferdienst von Edeka soll noch in diesem Jahr einen Umsatz von 30 Millionen Euro erwirtschaften. Intern steht Bringmeister unter Druck, profitabel zu werden.

Eigentlich hatte Bringmeister schon 2017 einen Umsatz von 30 Millionen Euro erreichen wollen. Doch nach der Zerschlagung von Kaisers-Tengelmann gestaltete sich die Integration des einstigen Tengelmann-Lieferdienstes in die Edeka-Familie komplizierter als angenommen. Der Umsatz des Lieferservices für frische Lebensmittel belief sich in der Folge nur auf 18 Millionen Euro. Die Zusammenarbeit der Supermarktkette mit dem Startup musste neu strukturiert werden, doch nun scheint ein Plan zu stehen. 

Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, hat Edeka klare Ziele für Bringmeister und peilt schon in diesem Jahr an, die Umsatzmarke von 30 Millionen Euro (netto) zu knacken. Laut des Berichts sollen vor allem stark vergünstigte Aktionsangebote den Umsatz ankurbeln. Sogar die Eigenmarke Gut und Günstig soll in die Reduzierungen einbezogen werden. Zuletzt hatte auch die Konkurrenz für einen Umsatzschub gesorgt: Sowohl Kaufland als auch Lidl stellen ihre Food-Lieferdienste ein. So war Bringmeister zumindest in Berlin im vergangenen Dezember von der Nachfrage völlig überfordert, Kunden mussten teils tagelang auf freie Lieferslots waren. Solche Engpässe sollen inzwischen nicht mehr vorkommen. 

Doch trotz dieser Nachfrage ist Bringmeister von der Profitabilität weit entfernt. 2017 schloss das Unternehmen Medienberichten zufolge mit einem Minus von zehn Millionen Euro ab. Auch in diesem Jahr sei das Erreichen der Gewinnschwelle nicht realistisch, so Edeka. Eine Tatsache, die die Edeka-Geschäftsführung kritisch betrachtet. Vorstandschef Markus Mosa hat bereits mehrmals betont, dass noch unklar sei, ob man mit Lebensmitteln online Geld verdienen kann. Um im Verbund der Edeka-Kaufleute zu überleben, werde dies aber erwartet. 

Was die Deutschen wirklich über Food-Lieferdienste denken

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Auch Konkurrent Rewe investiert massiv in seinen Lieferdienst. Hier wird allerdings kurzfristig nicht mit einem Break-Even geplant. CEO Lionel Souque hatte auf der vergangenen Jahrespressekonferenz deutlich erklärt, dass er die Investitionen in E-Food als Investition in die Zukunft sieht, mit der Rewe heute die Weichen stellen will, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. 

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Bild: Bringmeister

 

 

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