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HelloFresh-Konkurrent Blue Apron sackt immer weiter ab

Der US-Kochboxenanbieter hat im vergangenen Quartal 25 Prozent weniger umgesetzt als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Kunden ist drastisch gesunken.

Ein guter Tag für HelloFresh, ein schlechter für Blue Apron. Nachdem das US-Startup mit den blauen Kochboxen am Donnerstag seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht hat, sackte die Aktie in den Keller. Nur rund 1,83 US-Dollar sind die Papiere derzeit wert (Stand 11 Uhr) und kratzen damit am Rekordtief. Das sind etwa 24 Prozent weniger als am Tag zuvor und damit der größte Sinkflug seit dem desaströsen IPO vor einem Jahr.  

Den Anlegern der HelloFresh-Aktie kam die Nachricht zugute: Die Wertpapiere des Berliner Konkurrenten sind seit gestern leicht gestiegen. Die US-Bank JPMorgan hat HelloFresh zudem das Kursziel angehoben. Was ist passiert?

Blue Apron hat am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2018 bekannt gegeben. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent eingebrochen und lagen bei rund 180 Millionen Dollar. Das liegt vor allem daran, dass die Zahl der Kunden gesunken ist.

Von April bis Juni verschickte das US-Startup seine Kochboxen an 24 Prozent weniger Nutzer als im selben Zeitraum 2017. Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres waren es neun Prozent weniger Kunden. 

Parallel dazu haben sich die Verluste um rund eine Million Dollar auf 32,8 Millionen erhöht. Für das dritte Quartal prognostiziert CEO Brad Dickerson Umsätze in Höhe von maximal 160 Millionen Dollar ­– noch weniger als im Vierteljahr zuvor. Die Gewinnschwelle peilt das Unternehmen dennoch weiter für 2019 an, auch wenn „dieser Meilenstein nicht leicht sein wird“, so Dickerson.

Immerhin sind die Anzahl der Bestellungen und das Umsatzvolumen pro Kunde gleich geblieben. Das 2012 gegründete Unternehmen scheint demnach einen loyalen Kundenstamm zu haben. Die Marketingkosten haben sich mit etwa 35 Millionen Dollar pro Quartal ebenfalls kaum verändert.

Aktuelle Quartalszahlen von HelloFresh liegen nicht vor. Das Berliner Startup konnte seine Umsätze im ersten Vierteljahr 2018 jedoch um knapp 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern, hat infolgedessen sogar seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben.

Bild: Scott Eisen/Getty

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