Zu Besuch im ersten Berliner Avocado-Restaurant

In immer mehr Städten eröffnen Cafés, deren Speisekarten nur eine Hauptzutat kennen: Avocado. Trotz miserabler Ökobilanz ebbt der Trend um die Frucht nicht ab.

Anfang des Jahres löste ein Restaurant in Amsterdam einen regelrechten Hype aus: Der Laden The Avocado Show serviert ausschließlich Gerichte aus Avocado. Es folgten Cafés in New York und Sydney. Die grüne Frucht hat ihren Ursprung in Südmexiko und wird heute unter anderem aber auch in Südafrika, Neuseeland und Südspanien angebaut. Die Avocado ist eine beliebte Zutat in der veganen Küche. Die Frucht habe einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren sowie Ballaststoffen, Eisen, Folsäure und viele andere Nährstoffe, aber auch reichlich Kalorien.

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Dennoch: Die Avocado steht mehr und mehr in der Kritik aufgrund ihrer schlechten Umweltbilanz. An vielen Orten der Welt holzen Produzenten Wälder ab, um die Anbaufläche für Avocados zu vergrößern. Es dauert allerdings bis zu zehn Jahre, bis ein Baum Früchte trägt. Das bedeutet auch: Für die Produktion von einem Kilogramm Avocado benötigen Bauern mindestens 1.000 Liter Wasser. Der oftmals lange Transport in strombetriebenen, gekühlten Containern verbraucht ebenfalls Energie.

Trotz der Ökobilanz bleibt die Avocado Trendfood. In Berlin eröffnete im September das Pop-Up-Restaurant The Avocado, das ein ähnliches Konzept wie das Amsterdamer Geschäft verfolgt. Rund 80 Avocados verbraucht das Restaurant täglich. Wir waren vor Ort und haben mit Marketing-Managerin Maria Günther über die gründe Frucht und deren Ökobilanz gesprochen.

Bild: Gründerszene

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