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Ashton Kutcher investiert in Crowd-Butchering-Startup

Der Schauspieler steckt zusammen mit anderen Geldgebern acht Millionen US-Dollar in Crowd Cow. Das Unternehmen hat einen wichtigen Vorteil gegenüber Wettbewerbern.

Ashton Kutcher hat sich als Investor bereits einen Namen gemacht. Mit seiner Investmentfirma A-Grade unterstützte er Unicorns wie Airbnb oder Uber schon in ihrer Frühphase. Zwischen 2010 und 2016 konnte der Schauspieler die 30 Millionen Dollar seines ursprünglichen Fonds auf einen Wert von 250 Millionen steigern. Im Jahr 2016 schmückte er die Titelseite des Forbes-Magazins als „Startup-Star“. Nun hat er in ein junges Unternehmen aus der Food-Branche investiert. 

Insgesamt acht Millionen konnte das Startup Crowd Cow aus Seattle einsammeln, wie TechCrunch berichtet. Neben Kutcher kommt das Geld von der Madrona Venture Group, Sound Ventures und dem bestehenden Investor Liquid 2 Ventures.

Crowd Cow setzt auf einen Trend, der auch in Deutschland bereits Verbreitung findet: Crowd Butchering. Dabei teilen sich mehrere Leute eine Kuh. Sie kaufen über das Internet einzelne Fleischstücke des Tieres, sodass am Ende alles verwertet wird. Die Käufer bekommen das Fleisch per Post zugesandt. Bei Crowd Cow teilen sich rund 50 Menschen ein Tier, was für die Kunden ein deutlicher Vorteil gegenüber Wettbewerbern des Startups ist. Denn viele Anbieter in den USA schlachten eine Kuh der einfacheren Logistik wegen schon für nur fünf Kunden. Diese müssen dann aber eine sehr große Menge an Fleisch zuhause lagern. Crowd Cow bietet zudem eine App, mit der sich Kunden über die jeweilige Kuh und den Bauernhof informieren können. 

Im Vergleich zu Fleisch aus dem Supermarkt, soll die Qualität deutlich besser sein. Man spricht deshalb in den USA auch von Craft Beef – analog zu Craft Beer. Deren Brauer reklamieren für sich, dank kleineren Brauereien mit größerem Manufaktur-Anteil ein anderes Geschmackserlebnis zu bieten als Biere aus großen Brauereien. Ebenso soll Craft Beef durch den stärkeren Bezug zu lokalen Bauern und genauere Auswahl des Fleisches besser schmecken als Fleisch aus der Großschlachterei. 

Wie die Startups Besserfleisch und Kaufnekuh Crowdbutchering etablieren

Viele Deutsche schließen sich zusammen, um sich Rinder zu teilen – und sie schlachten zu lassen. Doch das große Interesse daran bringt die Anbieter an ihre Grenzen.

Nach eigenen Angaben erwirtschaftet Crowd Cow pro Monat eine Million US-Dollar Umsatz. Dieser Wert habe sich innerhalb des vergangenen Jahres verzehnfacht, heißt es. Das Investment soll nach Firmenangaben dafür verwendet werden, die Lieferung dank neuer Distributionszentren zu beschleunigen und neue Märkte zu erschließen. 

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Bild: Getty Images / Stefanie Keenan / Contributor

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