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„Das macht mir schon etwas Angst“

Food-Gründerin Annemarie Heyl pitcht zum zweiten Mal ein Produkt in der Vox-Show Die Höhle der Löwen. Keine leichte Entscheidung, wie sie im Interview erzählt.

Annemarie Heyl war 2016 zum ersten Mal zu Gast bei der TV-Show Die Höhle der Löwen, um Geld für das von ihr mitgegründete Saftkuren-Startup Kale and Me einzusammeln. Das Vorhaben scheiterte damals, keiner der Löwen wollte investieren. Heute Abend tritt Heyl wieder bei Vox auf – diesmal will sie ein Investment für ein Tochterunternehmen von Kale and Me. Chia-Bowl heißt das neue Produkt, das der Kale-and-Me-Mitarbeiter Brando Valencia erfunden und entwickelt hat. Die Zutaten für den veganen Chia-Pudding, der direkt aus dem Glas gelöffelt werden kann, werden in den Fruchtsaft von Kale and Me eingelegt. 

Annemarie, du bist heute Abend zum zweiten Mal bei „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Warum tust du dir das an?

Ich habe noch mal mitgemacht, weil wir für Chia-Bowl wirklich gerne einen der Löwen als Investor an Bord hätten. Wir kennen uns als Team zwar gut im Onlinehandel aus, aber offline haben wir wenig Erfahrung. Trotzdem habe ich stark gehadert, ob ich da noch mal hinfahren soll. 

Wieso hast du gehadert?

Es ist wirklich sehr aufregend bei der Show mitzumachen. Im Studio zu sein, fühlt sich an, als stünde man auf einer großen Bühne. Ich hatte bei beiden Aufzeichnungen wahnsinniges Herzflattern. Ich weiß ja auch vorher nicht, wie ich bei den Löwen und den Zuschauern ankomme. Das macht mir schon etwas Angst. 

Was war deine größte Sorge?

Dass wir total auseinandergenommen werden, weil wir irgendetwas nicht bedacht haben, eine Zahl nicht kennen oder eine Frage nicht gut beantworten. Und dass dann geschrieben wird: „Das war der schlimmste Pitch aller Zeiten bei DHDL.“

Wirst du bei der Ausstrahlung heute Abend gelassener sein als beim ersten Mal?

Nein! Ich bin genauso aufgeregt. Aber natürlich macht das auch den Reiz aus. Aber ich weiß jetzt schon, dass mich morgen etliche Freunde und Bekannte anrufen werden, die mir Tipps geben wollen, wie unser Business noch besser laufen kann.

Wie gut tut die Saftkur von Kale and me?

18 kleine Flaschen Saft für drei Tage. So funktioniert die Saftkur des Hamburger Startups Kale and me. Unsere Autorin hat sie getestet.

Wie habt ihr euch auf die Teilnahme an der Show vorbereitet?

Wir haben den Pitch erstellt und ihn dann zuerst einem Team an Vox-Beratern via Skype vorgestellt. Alles im Sitzen, die Situation ist also anders als bei der Aufzeichnung. Die Berater haben uns Tipps für unseren Vortrag gegeben und gesagt, wie wir den Spannungsbogen hochhalten.

Reicht das? 

Nein, wir haben vorher noch sehr viel geübt. Am Abend vor der Aufzeichnung waren wir bei meinem Freund im Sauerland und haben ihm den Pitch sicherlich hundertmal vorgetragen. Der Pitch muss meiner Meinung nach echt sitzen, denn im Studio sind nicht nur viele Kameras auf einen gerichtet, durch das Licht ist es auch sehr heiß. Kommt man da einmal raus, verliert man komplett den Faden. 

Wie lange hat der Pitch bei der Aufzeichnung gedauert? 

Der Pitch selbst hat nur zehn Minuten gedauert. In der Höhle waren wir aber insgesamt fast zwei Stunden. 

Hast du noch weitere Tipps?

Man darf sich nicht überschätzen oder überheblich auftreten. Denn die Löwen und die Macher von Vox mögen nichts weniger als die Kandidaten, die die Show nur für ihr Marketing nutzen. 

 

Bild: Kale and me

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