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Wie Almdudler mehr Millennials ansprechen will

Um interessanter für junge Menschen zu werden, setzt die österreichische Getränkefirma auf neue Sorten. Almdudler hat dafür Markenrechte einer beliebten Limo gekauft.

Bei Energy-Getränken führt momentan kein Weg an Red Bull vorbei. Der Branchenprimus macht mit seinem Drink Milliardenumsätze und zieht die Kunden scharenweise an. Doch ausgerechnet im Heimatland von Red Bull gibt es nun ein Unternehmen, dass ein paar dieser Kunden gerne für sich gewinnen würde.

Die Markenstrategie von Red Bull könnte bald an ihre Grenzen stoßen

Der Energy-Drink-Hersteller könne sein Markenkonzept kaum noch steigern, sagt ein Experte. Irgendwann gehe der Reiz an den extremen Spektakel verloren.

In Österreich gehört zwar die Kräuterlimonade von Almdudler durchaus zu den Nationalgetränken, doch gerade bei jungen Kunden abseits der Skipisten sei Almdudler noch nicht auf dem selben Niveau wie die Konkurrenz, berichtet das Magazin Capital.

Gegenüber der Zeitschrift gesteht Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling: „Red Bull ist natürlich unerreichbar.“ Dennoch wolle der Konzern mit neuen Produkten gerade die jüngere Zielgruppe noch stärker anziehen. Es gebe einen Wunsch nach Variation bei vielen Verbrauchern, so Schilling weiter. Um als Hersteller nicht an Relevanz zu verlieren, müsse auch Almdudler Alternativen bieten.

Almdudler setzt auf breites Produktportfolio 

Deshalb gibt es seit letztem Jahr bereits ein koffeinhaltiges Getränk mit Mate und Guarana, sowie eine Variante mit Ingwer und Matcha. Durch diese neuen Produkte sollen die Verbraucher zwar Abwechslung erhalten, bitte aber beim selben Hersteller bleiben — so der Plan von Almdudler. Gleichzeitig werden durch diese neuen Sorten womöglich auch neue Kunden angesprochen, hofft Almdudler. 

Noch einen weiteren Schritt ist das Unternehmen zuletzt gegangen, um weniger abhängig von seiner Kräuterlimonade zu sein: Der Konzern kaufte die Markenrechte für das Cola-Mix-Getränk Spezi in Österreich. Laut Schilling liege der Anteil von Cola-Mix am Limonadenmarkt in Bayern bei 25 Prozent, in Österreich aber erst bei drei Prozent, weshalb er dort besonders großes Potential sieht.

Gleichzeitig ist diese Getränkeart weit genug weg von der Kräuterlimo, sodass sich der Konzern nicht selbst kannibalisiert. Stattdessen sollen ganz neue Kunden angesprochen werden — vielleicht ist darunter dann auch der ein oder andere von Red Bull.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Business Insider Deutschland.

Bild: Almdudler

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