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11 Zahlen von Delivery Hero, die man kennen sollte

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Kurz vor dem Börsengang hat das Lieferdienst-Unternehmen Delivery Hero aktuelle Geschäftszahlen veröffentlicht. Diese offenbaren teilweise Erstaunliches.

Kurz vor dem angekündigten Börsengang hat das Berliner Lieferdienst-Unternehmen Delivery Hero seinen Geschäftsbericht für 2016 öffentlich gemacht. Dieser legt nun endlich die Zahlen offen, über die lange Zeit spekuliert wurde. In den Monaten zuvor hatte Delivery Hero nämlich nur Angaben zum Umsatz, jedoch nicht zu Gewinnen und Verlusten gemacht. 

Wir haben die wichtigsten Zahlen aus dem Geschäftsbericht für Euch zusammengefasst – als kleine Einordnung vor dem IPO. 

  • 2016 machte Delivery Hero rund 297 Million Euro Umsatz. Das sind 79 Prozent mehr als in 2015 (166 Millionen Euro). Diese Zahl hatte Delivery Hero bereits im April kommuniziert.
  • Wie nun aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht, stiegen die Umsatzkosten von Delivery Hero im selben Zeitraum allerdings um 187 Prozent auf 84 Millionen Euro an. Delivery Hero führt die „überproportional zu den Umsatzerlösen“ gestiegenen Umsatzkosten im Jahr 2016 auf das schnelle Wachstum des zugekauften Restaurant-Lieferdienstes Foodora mit seiner teuren Fahrerflotte zurück.
  • In vergangenen Geschäftsjahr kam Delivery Hero auf rund 202 Millionen Euro Verlust. Getrieben wurden die Verluste von hohen Abschreibungen (53 Millionen), beispielsweise auf Markennamen oder Anteile an der Delivery Hero Germany GmbH, der 9Cookies GmbH oder der Takeeateasy.be SA, sowie dem Zins- und Finanzergebnis (42 Millionen). In der Vergangenheit hatte das Unternehmen hohe Kredite aufgenommen. 
  • Auffällig sind zudem die schlechten Zahlen für das Europa-Geschäft. Zwar konnte der Umsatz in Europa – ähnlich wie in den anderen Regionen – gesteigert werden und lag bei rund 141 Millionen Euro. Allerdings fielen die Verluste in Europa im Vergleich deutlich höher aus und stiegen von rund 26 Millionen auf 48 Millionen Euro an. In allen anderen Regionen gingen die Verluste zurück. 
  • 2015 reichte Rocket Internet seine Foodora-Anteile an Delivery Hero weiter. Wie aus dem Bericht hervorgeht, zahlte Delivery Hero dafür 13,2 Millionen Euro an Bargeld. Weitere Details des Deals sind nicht bekannt.
  • Die Vertriebsaufwendungen beliefen sich bei Delivery Hero in 2016 auf rund 254 Millionen Euro. Gemessen am Umsatz im selben Jahr (297 Millionen Euro) und mit Blick auf das Umsatzwachstum von rund 130 Millionen Euro ist diese Zahl enorm hoch. In einer Fußnote im Geschäftsbericht schlüsselt Delivery Hero, wie sich diese 254 Millionen Euro zusammensetzen:
  • Demnach gab Delivery Hero 2016 allein für TV- und Radiowerbung rund 108 Millionen Euro aus.
  • Die Kosten für Restaurantakquisitionen beliefen sich auf 56 Millionen Euro im Jahr 2016.
  • Ende 2016 zählte Delivery Hero rund 9.200 Mitarbeiter. Ende 2015 waren es rund 5.200. Viele Mitarbeiter wurden als Kuriere für den Restaurant-Lieferdienst Foodora eingestellt oder kamen durch Übernahmen hinzu.
  • Delivery Hero ist in mehr als 40 Ländern mit verschiedenen Marken vertreten.
  • In Deutschland hat Delivery Hero die Marken Pizza.de, Lieferheld und Foodora. Laut Bericht fokussiere sich Pizza.de auf „preissensible Kundengruppen wie Studenten“, während Foodora im „Premiumsegment“ angesiedelt sei. 
  • 2016 gab Delivery Hero rund 31 Millionen Euro und damit knapp 11 Prozent seines Umsatzes für die IT-Abteilung aus.

Hier findet Ihr den kompletten Geschäftsbericht.

Bild: Michael Berger / Gründerszene

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