Auf den letzten Drücker: Weihnachtsgänse aus dem Onlineshop

Der Markt für Weihnachtsgans-Onlineshops wächst. Sie liefern ihren Kunden Braten, Klöße und Soße im Pappkarton. Neu dabei ist das Berliner Startup Ganseinfach.

Der Trend zu Fitness, gesunder Ernährung und Veganismus ist auch 2017 nicht abgebrochen. An Weihnachten lassen viele aber mal das gute Gewissen in der Speisekammer stehen: Bei einem Drittel der Deutschen kommt an den Festtagen ein Gänse- oder Entenbraten auf den Tisch. Dessen Zubereitung kann mitunter anstrengend und zeitaufwendig sein – immer mit der Angst im Nacken, der Braten könne misslingen.

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Wer sich die Prozedur des Gänsezubereitens nicht zutraut, findet Abhilfe im Internet. Gänse-Lieferservices versprechen dort sowohl Geling-Garantie als auch entspannte Festtage. Deutschlandweit gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter. Das Geschäftsmodell: Die Weihnachtsgänse werden fertig zubereitet und mitsamt Beilagen per Paket direkt nach Hause geliefert, dort müssen die Speisen nur noch aufgebacken oder erwärmt werden.

Drei Köche und Hunderte Gänse

In diesem Jahr hat sich der Berliner Gänse-Lieferer Ganseinfach neu auf den Markt gewagt. Web-Developer Manuel Rademaker hat ihn zusammen mit dem Caterer Beef & Co aufgebaut. Während Rademaker am Markenauftritt arbeite, seien drei Köche seit Wochen mit der Zubereitung mehrerer Hundert Gänse beschäftigt, erzählt er. Ob die wohl noch Gänse sehen können? „Vermutlich wird man irgendwann betriebsblind. Bei mir gibt es an Heiligabend auf jeden Fall Gänsebraten“, sagt Rademaker.

Er selbst lässt sich keine Gans liefern, obwohl das bei dem erwarteten Arbeitspensum hilfreich wäre. „Die Feiertage halten sich für uns in Grenzen. Wir produzieren bis zum 23. Dezember die Gänse und müssen an den Festtagen für Selbstabholer bereitstehen“, sagt er. Pakete verschickt Ganseinfach nämlich nur bis zum 21. Dezember. So will man garantieren, dass Gänse, Klöße und Co auch bei Zustellschwierigkeiten am 24. Dezember auf den Tischen der Kunden stehen. „Falls ein Paket am 21. nicht zugestellt werden kann, sorgt die isolierte Kühlverpackung dafür, dass der Inhalt 48 Stunden frisch bleibt“, sagt Rademaker.

Catering bringt Umsätze im restlichen Jahr

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Mit den Verkaufszahlen ist Rademaker zufrieden. „Die Bio-Gänse sind komplett ausverkauft. Darüber sind wir sehr glücklich, denn das Bio-Paket ist 100 Euro teurer als das konventionelle“, sagt er. Von Letzterem gebe es bis Weihnachten noch ein Restkontingent. Enthalten sind eine 4,2-Kilo-Gans aus Polen, Rot- und Grünkohl, Klöße und Soße. Für 129 Euro sollen damit vier Personen satt werden.

Im Januar, wenn die Festtage vorbei sind, will Rademaker erstmal Urlaub machen. Danach geht die Arbeit wieder los: Abseits der Weihnachtszeit wird der Gänse-Lieferservice zwar eingestellt, Beef & Co macht aber mit Caterings weiterhin Umsatz.

Neben Ganseinfach liefern unter anderem diese Anbieter fertig zubereitete Weihnachtsgänse aus: 

  • Myfestbraten: Im Onlineshop gibt es Gänse, Enten und Truthähne, dazu Klöße und Rotkohl. Eine Sechs-Kilo-Gans mit Beilagen kostet 170 Euro.
  • Gänsebraten: Der Anbieter aus Bad Tölz liefert Braten aus Freilandgänsen nach Deutschland und Österreich. Ein Gänsebraten mit Rotkohl und Soße liegt bei 179 Euro.
  • Ententaxi: Liefert Gänse- und Entenbraten mit Füllung und Soße deutschlandweit aus, im Berliner Umland auch heiß zum Direktverzehr. Preis für eine Gans mit Soße: 179,90 Euro. 
  • Gourmetgänsebraten: Hier gibt es Gänse und Enten aus Schleswig-Holstein. Ein Gänsebraten von 4,5 Kilo mit Klößen, Rosenkohl, Kartoffeln und Soße kostet 99 Euro.
  • Gänsebraten-Lieferservice: Das Berliner Restaurant Scheune liefert Gänsebraten mit allen Beilagen und Soße in Berlin und Umland mit eigenem Taxi aus. Ein Menü kostet 95 Euro.
Bild: Ganseinfach

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