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Der Veganz-Chef glaubt nicht mehr an vegane Supermärkte

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Das Berliner Unternehmen Veganz setzt auf Produkte und Supermärkte für Veganer. Nun muss der Gründer die Strategie ändern. Warum?

Es lief alles rund bei dem Berliner Lebensmittelhersteller Veganz, der sich mit seinen Produkten an die hippen und veganen Großstädter richtet und sich selbst als „erste vegane Supermarktkette Europas“ bezeichnet: Mit Gemüse-Chips, Müsli- oder Superfood-Riegeln sowie dazugehörigen Geschäften setzte das Unternehmen 2015 24 Millionen Euro um, für 2016 sollten es 80 Millionen werden. Doch dann wurde die Prognose auf 56 Millionen heruntergeschraubt.

Tatsächlich verkaufen sich die Produkte von Veganz gut, die eigenen Supermärkte hingegen können nicht die Erwartung erfüllen. Für die Tochter Veganz Retail Gmbh, die die Filialen betreibt, musste das Unternehmen im Dezember eine sogenannte Planinsolvenz anmelden, wie die Lebensmittelzeitung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Zwei Supermärkte, in München und Frankfurt, werden demnach geschlossen.

„Wir trennen uns von Verlustbringern und konzentrieren uns auf unser Markengeschäft im Großhandel und Gastronomie“, so Gründer und Geschäftsführer Jan Bredack. 2017 wolle er mit der neuen Strategie schwarze Zahlen schreiben. Bisher werden die Veganz-Produkte unter anderem bei Metro, dm, Rossmann und Famila vertrieben.

„Das Modell des veganen Supermarktes hat sich aufgrund des steigenden Angebotes veganer Produkte im Handel überholt“, sagt Bredack. Die bestehenden Filialen in Berlin sollen deswegen mit einem Gastro-Konzept erneuert werden, wie die Lebensmittelzeitung erfahren hat.

Die Investoren glauben übrigens trotz der Planinsolvenz an das Kerngeschäft von Veganz: Die Beteiligungsgesellschaft Greenfood des Süßwarenherstellers Katjes hat ihre Anteile an dem Berliner Startup auf 11 Prozent erhöht.

Bild: Veganz

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