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Veganz mit 43 Millionen Euro bewertet

Veganz-Gründer Jan Bredack

Gerade sorgte Veganz mit einer Planinsolvenz für Furore, nun hat Katjes das Berliner Unternehmen mit 43 Millionen Euro bewertet.

Vegane Hackbällchen, ein Fruchtriegel mit Geschmack Inka-Goji-Himbeere oder veganer „Käse“-Aufschnitt auf Basis von Kokosöl? Unsere Großeltern hätten diese Lebensmittel vermutlich irritiert zur Seite geschoben. Und beherzt ein paar Frikadellen mit Kartoffeln und viel Butter angebraten.

Doch die Lebensmittelvorlieben der Europäer ändern sich langsam. Vegetarische oder vegane Produkte werden immer beliebter. Das beweisen nicht nur diverse Studien, sondern auch der Erfolg des Berliner Unternehmens Veganz.

Bereits seit einigen Tagen ist bekannt, dass der Süßwarenhersteller Katjes über seine neue Beteiligungsgesellschaft Katjesgreenfood GmbH seine Anteile an Veganz, das sich selbst als Europas Marktführer im Bereich pflanzlicher Lebensmittel sieht, von 5 auf 11 Prozent erhöht.

Neu ist, das die Veganz Gmbh bei der Finanzierung mit 43 Millionen Euro bewertet wurde. Dies teilte Katjes am heutigen Donnerstag mit.

Manon Littek, die als CEO Katjesgreenfood leitet, zum Deal und der Bewertung: „Veganz ist der größte Markenartikler für pflanzenbasierte Produkte in Europa und wächst im hohen zweistelligen Bereich.“

In den vergangen Tagen hatte Veganz für Wirbel gesorgt. Der Grund: Für die Tochter Veganz Retail Gmbh, die die Veganz-Supermärkte außerhalb Berlins betreibt, hatte das Unternehmen im Dezember eine sogenannte Planinsolvenz angemeldet. Zwei Filialen in München und Frankfurt wurden bereits geschlossen, weitere könnten folgen, sagte eine Sprecherin.

„Das Modell des veganen Supermarktes hat sich aufgrund des steigenden Angebotes veganer Produkte im Handel überholt“, kommentierte Gründer Jan Bredack die Planinsolvenz gegenüber der Lebensmittelzeitung. Was nun nach einer schlechter Nachricht für Veganz klingt, bringt auch Vorteile für die Berliner.

Denn Veganz verkauft selbst seine Produkte sehr erfolgreich im Handel. Rossmann, dm, Metro oder Famila vertreiben die 160 Artikel aus dem Sortiment beispielsweise. Wenn man so will, hat sich Veganz mit seinen zwei Vertriebswegen teilweise selbst kannibalisiert. Auch wenn die Berliner Filialen laut Veganz alle profitabel wirtschaften. „Wir haben uns selbst das Wasser abgegraben“, sagte Geschäftsführer Bredack gegenüber der Berliner Zeitung.

Bredack kündigte deswegen an, sich mehr auf das „Markengeschäft im Großhandel und der Gastronomie“ konzentrieren zu wollen. Bestehende Filialen könnten zu Flagship-Stores umgebaut werden. 2015 hat das Unternehmen laut Medienberichten 24 Millionen Euro umgesetzt, 2016 waren es demnach mehr als 50 Millionen Euro. 2017 soll die Firma mit Gewinn abschließen, kündigte der Gründer an.

Bild: Veganz 

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