Nutella-Erpresser forderten Lösegeld in Bitcoins

Immer wieder vergiften Kriminelle Lebensmittel in Supermärkten und wollen Lösegeld kassieren. Nun forderte eine Bande Bitcoins als Zahlungsmittel.

Es geht um Räuber, Kryptowährung und Nutella: Zwei nord­rhein-west­fä­lische Supermärkte sind Opfer einer teils digitalen Erpressung geworden. Im Zentrum der Tat: Gläser mit Schoki-Crème.

Wie Bild.de berichtet, hatten Unbekannte im vergangenen Jahr von einer Supermarktkette in Wuppertal und Dortmund Lösegeld gefordert. In zwei Filialen seien mit Pflanzenschutzmittel vergiftete Nutella-Gläser aufgetaucht, deren Verpackungsfolie mit Spritzen durchstochen worden seien. Erpresser hatten daraufhin gedroht, weitere Gläser zu vergiften und einen Betrag von fünf Millionen Euro gefordert. Ausgezahlt werden sollte das Lösegeld jedoch in der Kryptowährung Bitcoins. Eine Nachverfolgung der Überweisung wäre damit für die Polizei unmöglich gewesen.

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Drei Tatverdächtige festgenommen

Ein Lösegeld sei schlussendlich jedoch nicht gezahlt worden – auch weil die beigemischten Gifte nicht lebensbedrohlich gewesen seien. Weitere manipulierte Schoki-Gläser sollen nicht aufgetaucht sein.

Nun hat die Polizei drei Männer zwischen 43 und 46 Jahren verhaftet, die mit der Tat in Verbindung stehen sollen. Dem Trio droht eine Anklage wegen schwerer räuberischer Erpressung, die mindestens mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr geahndet wird.

Bild: NamensnennungBestimmte Rechte vorbehalten

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