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Superumsätze mit sogenanntem Superfood

Chia

Matcha, Quinoa und Chia sollen gut für die Gesundheit sein. Bewiesen ist das nicht – trotzdem können Startups mit sogenanntem Superfood offenbar gutes Geld verdienen.

Nahrung soll nicht einfach satt machen. Diese Zeiten sind vorbei. Essen ist vielmehr zu einer Art Ersatzreligion geworden. In gewissen Kreisen zumindest. Mit sogenannten „Detox“-Drinks soll zum Beispiel der Körper gereinigt werden. Einige Menschen stellen sich ihr Inneres offenbar als eine Art Röhrensystem vor, dass hin und wieder eine Art Rohreiniger braucht, um nicht zu verstopfen, und der gleichzeitig giftige Rückständer der letzten Partynacht herausspült.

Sogenanntes „Superfood“ soll helfen, schlank, glücklich, leistungsfähig und sexy zu sein. Und das alles nur, weil man das Richtige gegessen hat. Irgendwie erinnert das an Quacksalberei, die es in fast jedem Western gegeben hat. Da kam der Händler mit seinem Planwagen in die Stadt, um ein Mittelchen gegen alle denkbaren Wehwechen zu verkaufen. Es sollte gegen Schweißfüße, Haarausfall, Schlaflosigkeit und den ganzen Rest von Problemchen helfen. Gleichzeitig. Es handelte sich meistens um verdünnten Tee. Diese Mittel trotzdem fanden reißenden Absatz. Der Verlaufserfolg beim Superfood ist ähnlich, wie eine neue Statistik zeigt.

Die Umsätze mit Chia-Samen haben sich von 2015 auf 2016 verdoppelt. Chia-Samen sollen reich an Antioxidantien, Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen sein. Außerdem, so wird von den Superfood-Aposteln versprochen, haben sie mit über 18 Gramm pro 100 Gramm das höchsten Omega-3-Vorkommen überhaupt. Außerdem wird von einem blutverdünnenden Effekt, der das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts deutlich senk geschwärmt. Ähnliche Effekte sollen Matcha-Tee und Quinoa haben. 

Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist ganz sicher gut für die Gesundheit.  Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass man mit dem Genuss von simplen Leinsamen einen ähnlichen Effekt erzielen könnte. Die sind übrigens deutlich billiger. Aber die Umsätze mit „Superfood“, da gibt es nicht zu deuteln, die sind wirklich super. Das dürfte auch die zahlreichen Startups in dem Bereich freuen.

Infografik: Der Hype um Superfoods | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Foto: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von HealthGauge

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