Nur jeder Fünfte nutzt Lieferdienste für frische Lebensmittel

Der Großteil der Deutschen hat noch nie Lebensmittel online bestellt. Und möchte das in Zukunft auch nicht, wie eine Studie der Gruner + Jahr-Agentur Territory ergab.

In dieser Woche ist Amazon Fresh mit seinem Lieferdienst für frische Nahrungsmittel in München gestartet und hat damit sein Städteportfolio ausgeweitet. Der Konkurrenzkampf auf dem deutschen Food-Delivery-Markt wird größer. Laut einer aktuellen Studie von Territory, der Digitalagentur des Hamburger Verlags Gruner + Jahr, sind die Deutschen trotzdem skeptisch.

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Demnach hätten nur rund 20 Prozent der Befragten bereits Lebensmittel online eingekauft – jeder Sechste dieser Gruppe lediglich bis zu zwei Mal im letzten halben Jahr. Nur rund vier Prozent hätten sich in den vergangenen 26 Wochen mehr als 20 Mal ihren Wocheneinkauf liefern lassen. Etwa die Hälfte derjenigen, die bisher nur im stationären Handel eingekauft haben, wollen die Online-Lieferdienste von Rewe und Co allerdings auch nicht ausprobieren. Ebenso wenig glauben die Deutschen, dass der Online-Handel für Essen die Offline-Supermärkte ablösen kann. Nur 12 Prozent halten dieses Zukunftsszenario für möglich.

In erster Linie sehen die Befragten ein Problem in der Qualität und Frische der Produkte, vor allem bei Fleisch und Fisch sowie bei Obst und Gemüse. Das Lieferfenster sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis seien weniger kritisch. „Es gibt Produkte, die würde ich selber auch nicht online bestellen“, gibt Julian Breuer, Leiter der Strategie-Abteilung bei Rewe Digital, auf einer Medienveranstaltung zu und bezieht sich auf beispielsweise Avocados. Breuer zufolge seien die Deutschen beim Thema Lieferdienst für frische Lebensmittel immer etwas skeptischer. Scheinbar auch der Stategie-Chef.

Laut der Territory-Studie sei der Rewe-Lieferdienst der populärste unter den knapp 10.000 Befragten. Etwa 44 Prozent hätten über den Online-Shop des Kölner Konzerns bereits Lebensmittel bestellt. Es folgen der DHL-Supermarkt AllyouneedFresh (21,4 Prozent) und Amazon Fresh (14,5 Prozent). Der Service des Rewe Online-Shops ist bisher in 75 Städten verfügbar und setzt laut Breuer jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag um.

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Bild: Rewe

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