Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Satt ohne zu essen: Die Mahlzeit aus der Flasche

Eine Flasche Saturo ersetzt eine komplette Mahlzeit

Das Wiener Startup Saturo hat einen flüssigen Mahlzeitenersatz entwickelt. Zwei Liter des Getränks sollen den Tagesbedarf an Kalorien und Nährstoffen decken.

Während seines Studiums hat sich Hannes Feistenauer regelmäßig von selbstgemachter Pulvernahrung ernährt. Bis ihm die Idee kam, einen Lebensmittelersatz zu entwickeln, der bereits trinkfertig ist und nicht erst angerührt werden muss. Gemeinsam mit seinem Bruder Armin Feistenauer und Studienfreund Joerg Hauke gründete er im März 2017 die Saturo Food GmbH. Noch im selben Monat holte sich das Team einen österreichischen Business Angel an Bord. Nach einem Vierteljahr verzeichneten die Unternehmer nach eigenen Angaben fünfstellige Umsatzzahlen pro Monat. Im August wuchs der Erlös, Feistenauer zufolge, um mehr als 40 Prozent.

Saturo ist ein dickflüssiges Getränk in den Geschmacksrichtungen Original, Schokolade und Kaffee, das als schnelle Mahlzeit aus der Flasche dienen soll. Eine Flasche fasst 500 Milliliter und deckt ein Viertel des täglichen Kalorienbedarfs ab. Die Zutatenangaben lesen sich allerdings auch wie eine Inventurliste aus dem Chemieunterricht: Zinksulfat, Kaliumcitrat, Chromchlorid und einiges mehr, angereichert mit Fairtrade-Kaffee oder Bio-Kakao. Die Gründer konzentrieren sich nach eigenen Angaben in erster Linie auf Männer aus der IT- und Gaming-Branche sowie auf Young Professionals in Startups, die aus Zeitgründen zum flüssigen Mahlzeitenersatz greifen. Außerdem im Fokus seien Sportbegeisterte, die Wert auf eine proteinreiche Nahrung setzten, heißt es.

Das Food Replacement kostet weniger als drei Euro das Stück. Die Flaschen werden momentan über den Saturo-Online-Shop verkauft und in drei deutschen Unternehmen in Getränkeautomaten angeboten. Saturo wird in Österreich produziert und liefert derzeit in 30 Länder. „Auf kurzfristige Sicht wollen wir zwei bis drei Varianten mehr produzieren und einen Riegel auf den Markt bringen. Der soll dieselben Zutaten wie das Getränk haben, nur in fester, kaubarer Form.“ Einen Platz im Supermarktregal strebten sie nicht an, da der Ottonormalverbraucher nichts mit dem Produkt anzufangen wisse, so die Gründer. Vielmehr wollen sie ihren Nahrungsmittelersatz in Shops sowie Automaten an Bahnhöfen und Flughäfen platzieren, um gestresste Kunden direkt vor Ort zu erreichen.

Bild: Saturo

Folge NGIN Food auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain