Forscher entwickeln Roboter für mittelständische Fleischereien

Robotik ist häufig nur für Großunternehmen bezahlbar. In Mecklenburg-Vorpommern soll nun ein Roboter für kleinere Fleischereien gebaut werden.

Robotik gilt als Megatrend in der Forschung. Allerdings ist die Anwendung häufig noch so teuer, dass nur Großunternehmen die neueste Technik nutzen können. Nun will ein neues Forschungsprojekt Robotik für Betriebe aus dem Mittelstand ermöglichen.

In Mecklenburg-Vorpommern wird derzeit ein neuer Roboter für mittelständische Fleischverarbeiter entwickelt. Das Projekt setzen Rostocker Forscher im Auftrag der Torney Landfleischerei GmbH um. Das teilte das Schweriner Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. „Damit soll die Arbeit für die Fleischer einfacher und das Problem fehlender Arbeitskräfte gelöst werden“, sagte Torney-Geschäftsführer Frank Wegner. Produktionsstandort des Unternehmens ist Altentreptow, wo rund 150 Mitarbeiter beschäftigt sind.

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„Solche Automatisierung gibt es bisher für industrielle Verarbeiter, aber nicht für Mittelständler“, erklärte Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Bis 2020 werde ein Roboter die Fleischer von schweren Hebe- und Füllarbeiten entlasten, so dass sie mehr Zeit für die eigentliche Wurst- und Feinkostproduktion haben.

Das Projekt mit dem Fraunhofer Institut kostet rund 400.000 Euro, wovon das Land die Hälfte übernimmt. Torney verarbeitet vor allem eigene Schweine und Rinder und hat 25 Filialen zwischen Rostock und Prenzlau (Brandenburg). (dpa/mv)

Bild: Getty Images / Sean Gallup / Staff

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