Delivery-Hero-Investor: Point Nine schließt neuen Fonds mit 75 Millionen Euro

Der Berliner Wagniskapitalgeber Point Nine investiert auch in Food-Tech, beispielsweise Delivery Hero oder Lemoncat. Der vierte Fonds ist mit 75 Millionen Euro deutlich größer als die bisherigen.

Der Berliner VC Point Nine Capital legt einen neuen Fonds auf: 75 Millionen Euro wurden für den vierten Fonds, der offiziell Point Nine Capital IV heißt, eingesammelt. Das verkündete Christoph Janz, Mitgründer und Geschäftsführer, heute in einem Blog-Beitrag.

Zu den Investoren des neuen Vehikels zählen überwiegend die Geldgeber, die schon für den dritten Fonds Kapital an den Berliner VC gaben. Dazu zählen Horsley Bridge Partners und Sapphire Ventures, die Flossbach von Storch AG aus Köln und Vintage Investment Partners aus Israel. Auch mehrere Internet-Unternehmer gaben Geld. Das bestätigte Point-Nine-Mitgründer Pawel Chudzinski auf Nachfrage von Gründerszene.

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Mit den 75 Millionen will Point Nine Capital wie gehabt in Marktplätze und SaaS-Technologien investieren. „Wir werden auch künftig nur in Ausnahmefällen Investments im Bereich Gaming und E-Commerce machen“, kommentiert Chudzinski die Strategie. Zudem liege der Fokus weiter auf Seed- und Series-A-Investments. „Mit einem großen Fonds haben wir allerdings eine größere Flexibilität bei der Investmentgröße – sowohl bei den einzelnen Tickets als auch bei den Folge-Investments.“

Aktuell hat das Team von Point Nine Capital 13 Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern. Gemeinsam verwalten sie das Portfolio des VCs. „Wir sehen uns als internationalen Investor. Deutschland und Berlin sind für uns sehr wichtig, aber nicht dominant. Aktuell kommen nur rund ein Viertel der Firmen aus unserem Portfolio aus Deutschland“, so Chudzinski.

In insgesamt 70 Unternehmen hat Point Nine mit seinen drei älteren Fonds bereits investiert. Zu den erfolgreichsten Investments zählen laut Chudzinski Delivery Hero, an dem der VC bereits seit der Seed-Runde Anteile hält, Zendesk, Kreditech, Algolia, Typeform, Revolut, DocPlanner, Brainly, Contentful, Mambu oder Remerge.

Den dritten Fonds schloss Point Nine vor zwei Jahren mit 55 Millionen Euro. In den kommenden zwei bis drei Monaten werden die letzten Deals mit dem Geld aus diesem Vehikel abgeschlossen. „Etwas weniger als die Hälfte“ des Geldes aus dem dritten Fonds bewahrt der Wagniskapitalgeber für Folge-Investments auf. Somit stehen Point Nine Capital derzeit rund 100 Millionen Euro für Investments zur Verfügung.

Bild: Point Nine Capital

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