Matcha war gestern – jetzt kommt Pandan!

Die Pandan-Pflanze aus Asien soll nach Vanille schmecken und nebenbei gegen Rheuma oder Bluthochdruck helfen. Macht sie das zum nächsten Trend-Superfood?

In der Superfood-Industrie gilt meist: je grüner, desto gesünder. Neben Grünkohl, Matcha, Weizengras und Avocado steht seit Neuestem eine weitere grüne Pflanze auf der Liste der mutmaßlichen Wunderlebensmittel: Pandan, ein Palmengewächs aus Südostasien.

Den Pandan-Blättern werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt, so sollen sie den Blutdruck senken, bei Haarschuppen, Rheuma, Verdauungsproblemen und Stress helfen und reich an Antioxidantien sein – die sollen zum Beispiel vor Krebs schützen.

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In Südostasien weiß man schon seit Langem über die Vorzüge der Pandan-Pflanze Bescheid. Dort werden die Blätter, die Gerichten ein Vanille-Aroma geben sollen, etwa als Ummantelung für Fleisch oder Fisch oder als Zutat für Wok-Gerichte verwendet. Hier könnte Pandan aber eher im Pulver- oder Pastenformat in Süßspeisen landen: Nigella Lawson, eine britische Fernsehköchin und Buchautorin, sagte in einem Interview, das Superfood-Pulver könne in Pfannkuchen, Eis oder Pudding gegeben werden. Mit der giftgrünen Farbe, die Pandan jeglichen Speisen verleiht, müssen sich diejenigen, die den Food-Trend ausprobieren möchten, allerdings abfinden.

Pandan-Extrakt gibt Kuchen eine giftgrüne Farbe

Pandan-Extrakt gibt Kuchen eine giftgrüne Farbe

In den deutschen Supermarktregalen ist Pandan noch nicht angekommen, in einigen Asia- und Naturkost-Läden sind frische Pandan-Blätter oder deren Extrakt aber bereits erhältlich. Auch auf Amazon gibt es erst wenige Angebote, darunter eine Pandan-Paste für rund 12 Euro pro 60 Gramm.

Mit Nigella Lawson im Rücken, die nicht nur Köchin ist, sondern auch als internationale Influencerin gilt, könnte die Nachfrage nach Pandan jetzt drastisch steigen – nachdem die Britin 2015 vor laufender Kamera ein Avocado-Toast zubereitet hatte, sollen die Verkaufszahlen der Frucht um 30 Prozent gestiegen sein.

Bild: Getty Images / Carlina Teteris, Bild im Text: Instagram / linasabana

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