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Foodie-Bibliothek: Dieses Startup listet Manufakturen

Die Gründer Felix und Markus Kosel (von links)

Über das Online-Verzeichnis lassen sich etwa lokale Bäcker, Winzer oder Bierbrauer finden. Doch die beiden Gründer haben noch mehr vor.

Regionale Lebensmittel liegen im Trend – davon wollen die Gründer Markus und Felix Kosel profitieren. Seit Kurzem ist ihre Webseite Bei-mir-um-die-Ecke online. Auf einer Online-Karte listet das Berliner Ehepaar etwa den Metzger um die Ecke, Imker, Röstereien oder Craft-Beer-Brauer auf. Per Postleitzahl können Besucher deutschlandweit nach Anbietern in ihrer Nähe suchen. Darüber hinaus finden Besucher einen Kalender mit Preisaktionen und Terminen wie Röstseminare oder Weinproben. Dabei bekommen Berliner nur solche Aktionen und Termine angezeigt, die in Berlin stattfinden, Freiburger nur die aus Freiburg.

Wie kamen die Kosels auf die Idee? „Wir haben einige Jahre in Berlin ein kleines Café betrieben“, sagt Felix Kosel, der bei Bei-mir-um-die-Ecke für die Pressearbeit zuständig ist. „Dafür haben wir nach Produkten gesucht, die in der direkten Umgebung hergestellt werden.“ Das stellte sich allerdings als sehr schwierig heraus. Stundenlang recherchierten die beiden im Internet und schlenderten über Märkte. So kamen die ersten 1.500 Adressen zusammen.

Bislang haben die Gründer mehr investiert als eingenommen. „Die Entwicklung innerhalb des vergangenen Jahres haben wir von unserem Ersparten bezahlt“, sagt Felix Kosel.

Ein stark umkämpfter Markt

Geld verdienen wollen die Gründer über einen Mitgliedsbeitrag der bei ihnen gelisteten Händler. Die Premium-Mitgliedschaft schlägt mit 10 bis 15 Euro pro Monat zu Buche. „Damit können Produzenten ihre Präsenz über mehr Funktionen wie beispielsweise einer Bildergalerie und weiteren Verlinkungen auf unserem Portal erhöhen“, erklärt Felix Kosel. Wie viele Manufakturen diese Möglichkeit bereits genutzt haben, möchte er allerdings nicht öffentlich lesen. Laut einer Schätzung des Analysetools Similarweb haben bislang gerade einmal 5.000 Menschen das Portal besucht.

Tatsächlich ist das Verzeichnis nur ein Zwischenschritt. Ziel sei ein Online-Marktplatz, über den die Händler ihre Produkte vertreiben können. „Lästige Verwaltungsaufgaben wie Rechnungsstellung und Versand übernehmen dann wir“, kündigt Felix Kosel an. Über alles andere wie Preis, Lieferzeit sollen die Händler weiterhin selbst entscheiden. Schon Ende des Jahres wollen die Gründer den Shop online stellen.

Allerdings ist der Markt mit dem Versand von Lebensmitteln stark umkämpft. Auch das Berliner Startup Gegessen wird immer bietet knapp 200 Produkte zum deutschlandweiten Versand an, darunter Nuss-Nugat-Creme von Altalanga Azienda Agricola aus Italien oder Emmentaler-Käse von der Bauhofer Käserei im Allgäu.

Die Kosels hoffen derweil auf einen Finanzier. Einige Gespräche wurden bereits geführt, konkret sei allerdings noch nichts, sagt Felix Kosel.

Bild: bei-mir-um-die-ecke.de

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