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Nestlé und Co: Das können schwächelnde Konzerne von Startups lernen

Nestle CEO Ulf Mark Schneider addresses the annual shareholders meeting of the Swiss food giant on April 6, 2017 in Lausanne. / AFP PHOTO / Fabrice COFFRINI        (Photo credit should read FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images)

Fehlende Kundennähe, zu wenig E-Commerce: Im Konsumgüterbereich hinken Konzerne Startups hinterher. Das wirkt sich jetzt auf die Umsätze aus, zeigt eine Studie.

Insgesamt sanken die Umsätze der weltweit 50 größten Konzerne im Konsumgüter-Bereich um 0,7 Prozent, das geht aus einer aktuellen Studie der Strategieberatung OC&C hervor. Zwar bleibt Nestlé der umsatzstärkste Konzern, doch selbst das in der Schweiz ansässige Nahrungsmittelunternehmen setzte mit rund 90 Milliarden US-Dollar etwa zwei Milliarden Dollar weniger um als noch 2015. Einziges deutsches Unternehmen im Ranking ist Henkel mit einem Umsatz von rund zehn Milliarden US-Dollar. 

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Eines der Hauptprobleme ist: Vielen Unternehmen fällt es schwer, aus eigener Kraft zu wachsen, heißt es in der Studie. Zu Wachstum verhalfen Konzernen 2016 hauptsächlich Akquisitionen – 42 Prozent aller Transaktionen dienten dazu.

Startups: authentisch, digital, nah am Kunden 

Startups falle es im Vergleich zu den Konzernen leichter, organisch zu wachsen, so die Studie. An manchen Startup-Strategien könnten die Konzerne sich also orientieren. So empfiehlt die Beratung beispielsweise das „Premiumisieren“: höherwertige Produkte zu einem höheren Preis anbieten.

Dass Konsumenten besonders für die Bereiche Selbstoptimierung und Gesundheit gerne und viel Geld ausgeben, haben Startup-Gründer längst verstanden, so boomen etwa Fitness-Apps und Yoga-Onlineshops. Hier können Nahrungsmittel-Konzerne aufspringen, heißt es in der Studie. Als Vorreiter nennt OC&C Danone. Mit dem Ankauf von Sojamilch-Produzent WhiteWave möchte der französische Konzern die Premiummarken Provamel und Alpro ausbauen und so gesundheitsbewusste Kunden erreichen.

Mit digitalen Vertriebsstrategien seien Startups, anders als Konzerne, auch ohne stationären Handel erfolgreich. OC&C rät Konzernen, die Vorteile, die E-Commerce und die digitale Kommunikation mit Kunden bieten, besser zu nutzen.  

„Glaubwürdige Unternehmensgeschichten” seien laut Studie ein weiterer Startup-Vorteil. So profitiere zum Beispiel Fritz-Kola von seinem „authentischen Image”. Dieses helfe dem Getränke-Startup, mit globalen Großkonzernen mithalten zu können. 

Bild: Getty Images / FABRICE COFFRINI / Staff

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