Ausgebucht: enorme Nachfrage bei Online-Supermärkten

Wer jetzt noch Zutaten für das Festtagsessen braucht, muss auf die Online-Lieferdienste verzichten. Der Service der Supermärkte ist ausgelastet.

Wer in Berlin pünktlich zur Weihnachtszeit den Kühlschrank voll haben möchte, ohne stundenlang an der Supermarktkasse anstehen zu müssen, hätte seinen Online-Einkauf schon längst erledigen sollen. Am Mittwoch waren im Kalender von Bringmeister nur noch vereinzelte Termine vor Heiligabend verfügbar. Kunden des Rewe-Lieferservices haben gar Wochen vorher nur noch eine begrenzte Auswahl an Zeitfenstern vorgefunden. Wie bewältigen die Ketten die hohe Nachfrage so kurz vor den Feiertagen?

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„Wie bei unseren stationären Rewe-Supermärkten auch, ist die Vorweihnachtszeit beim Rewe Online-Shop und Lieferservice durch sehr hohe Kundennutzung geprägt“, so das Kölner Unternehmen. „Darauf reagieren wir mit entsprechenden organisatorischen Maßnahmen, die den Mitarbeiterstamm nicht verändern.“ Zwar könne man im stationären Handel Aushilfen einstellen, aber „der Prozess hinter dem Rewe Lieferservice ist deutlich komplexer“, so ein Sprecher. Unter anderem muss der Konzern auf seinen eigenen, limitierten Fuhrpark zurückgreifen. Zumindest in der Hauptstadt gibt es deswegen keine freien Lieferfenster mehr. Einen Aufschlag für die Lieferung nimmt der Online-Supermarkt nach eigenen Angaben nicht – trotz der großen Nachfrage. 

Auch Bringmeister, der Online-Supermarkt des Edeka-Konzerns, stockt sein Team in den Dezemberwochen nicht auf, wie eine Sprecherin NGIN Food erzählt. „Gerade zur Weihnachtszeit verzeichnen wir ein deutliches Plus an Bestellungen.“

Im Schnitt gibt jeder Deutsche 109 Euro für das festliche Essen zur Weihnachtszeit aus, wie Ernst & Young in einer Umfrage herausgefunden hat. Davon profitieren laut Experten des Marktforschungsinstituts Nielsen vor allem Supermärkte und Fachgeschäfte, da die Kunden das Frischeangebot von Rewe und Co. dem Sortiment von Discountern bevorzugten.

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Darüber, ob die Lieferdienste in der Hauptstadt nach dem Rückzug von Kaufland noch mehr Bestellungen verzeichnen, wollen die Unternehmen nichts sagen. Kaufland stellt seinen Lieferservice für Lebensmittel nach einer 15-monatigen Pilotphase zum 23. Dezember wieder ein, wie die Kette vor zwei Wochen bekannt gab. Das Geschäft sei auf lange Sicht nicht kostendeckend, heißt es auf der Webseite der Firma. Die Neckarsulmer wollten sich verstärkt auf die Digitalisierung im stationären Geschäft konzentrieren, wie Kaufland auf Nachfrage von NGIN Food heute mitteilt.

Bild: Rewe

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