Klicken bis der Kellner kommt

Zwei Bayern wollen den Bestellprozess in Restaurants vereinfachen. Mit ihrem LED-Würfel sollen Gäste den Kellner einfach und schnell rufen können.

Vor vier Jahren saßen Daniel Pasternak und Igor Suslov in einem Restaurant und warteten vergeblich auf einen Kellner. Nach einer halben Stunde gaben sie auf und fragten sich, warum es in der Gastronomie nicht auch einen Bestellknopf gäbe, ähnlich wie in Flugzeugen. Die Idee zum Ordercube war geboren. Fast drei Jahre werkelten sie an ihrem Leuchtwürfel aus Acrylglas, bis sie im Herbst 2016 ihr fertiges Produkt auf den Markt brachten.

Der Ordercube ist ein leuchtender Würfel aus Acrylglas, der Gästen helfen soll, die Aufmerksamkeit der Servicekräfte auf sich zu ziehen. Das Prinzip dahinter: Kein Schnipsen oder Händeheben mehr, um eine Bestellung aufgeben oder bezahlen zu können, ein Antippen des Ordercubes reicht. Sobald der Gast das LED-Gerät berührt, ändert sich die Farbe, sodass die Kellner sehen, welche Kunden bedient werden wollen. Dauert das zu lange, verändert sich die Farbe nochmals und der Würfel fängt an zu blinken. Sobald die Bedienung die Bestellung aufgenommen hat, tippt sie den Ordercube erneut an und das Gadget geht in sein ursprüngliches Farbdesign zurück. Welche Farben in welcher Situation zu sehen sind, kann mittels einer App eingestellt werden. Die Software liefert zudem Statistiken über die Zeitintervalle sowie Live-Tracking der Cubes. Kellner haben außerdem eine Übersicht über den Status sämtlicher Tische.

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Vier LEDs sorgen dafür, dass der Leuchtwürfel sowohl drinnen als auch draußen eingesetzt werden kann. Die 80 mal 80 Millimeter großen Cubes sind akkubetrieben und halten bei sparsamer Verwendung bis zu 30 Stunden. Dann müssen sie in einer Ladestation aufgeladen werden. Der Preis für einen Würfel variiert je nach technischem Umfang, im Schnitt kostet ein Cube 70 Euro.

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Daniel Pasternak und Igor Suslov beschäftigen mittlerweile acht Mitarbeiter in ihrem Münchner Startup, der Ordercube GmbH. Nach eigenen Angaben haben sie bis heute rund 2.000 Würfel verkauft.

Zuvor leiteten die beiden Freunde eine Werbeagentur. Geld für die erste Produktion bekamen sie durch ihre Agentur und mithilfe einer Kickstarter-Kampagne. Von der Crowd sammelten sie insgesamt rund 28.000 Euro ein. Außerdem machen sie nun beim Metro Accelerator mit. Ziel der Bayern ist es, ein europäisches Patent auf ihr Gerät anzumelden. Außerdem arbeiten sie gerade an einer neuen Software, die die Kommunikation in der Gastronomie erleichtern soll.

Bild: Ordercube

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