Lidl verkauft vorgeschälte Zwiebeln – und kassiert Shitstorm

Vorgeschälte Zwiebel in einer Plastikverpackung haben Lidl in Erklärungsnot gebracht. In Großbritannien gab es deswegen reichlich Ärger in den sozialen Netzwerken.

Lidl hat sich in Großbritannien etwas ganz Besonderes für seine Kunden überlegt, um ihnen künftig die Tränen beim Kochen zu ersparen: Der Discounter hat dort zu Jahresbeginn geschälte Zwiebeln ins Sortiment aufgenommen — und handelte sich dafür nun via Twitter einen Shitstorm ein. Denn: Die Zwiebeln sind in reichlich Plastik eingepackt.

Anzeige

Eine Sauerei in Sachen Umweltschutz, wie zahlreiche Twitter-Nutzer finden.  Zudem kostet das nackte Gemüse auch noch deutlich mehr, als jenes mit Schale und ohne Plastikverpackung. 

Schwere Vorwürfe gegen den Discounter 

Die meisten Twitter-Nutzer, die rege zu dem Thema kommentieren, sehen schlicht keinen Sinn in dieser Verpackung. Wenn man keine Zwiebeln schälen kann, sollte man halt keine essen, findet beispielsweise einer. Andere weisen darauf hin, dass es geschälte Zwiebeln bereits gefroren in Pappschachteln gebe. Plastik brauche es da nicht.

Folge NGIN Food auf Facebook!

Dem Discounter wird auch vorgeworfen, es gehe ihm nur um Profit und Umsatz und überhaupt nicht um Umweltschutz. Aber es gibt auch Stimmen, die den Zwiebeln in Plastikhülle etwas Positives abgewinnen können: „Soll ja durchaus Leute geben, die aus diversen Gründen (zum Beispiel nach Schlaganfall, mit Spastiken, Hand gebrochen) keine Zwiebeln häuten können und so ein Ding nur in den Mixer werfen müssen und dann kochen können“, schreibt ein Nutzer.

Lidl verteidigt sich mit einem eigenen Tweet

Lidl selbst hat sich inzwischen mit einem eigenen Tweet zu den Plastikverpackung geäußert. Die Qualität und Sicherheit der Produkte sei entscheidend, um zu vermeiden, dass zu viele Lebensmittel weggeworfen werden müssten, schreibt das Unternehmen.

Die Umweltverträglichkeit der Verpackungen sei selbstverständlich wichtig. Lidl arbeite eng mit Lieferanten und Industriepartnern zusammen, um die Menge an Verpackungen zu reduzieren und möglichst wiederverwertbare Materialien zu verwenden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Business Insider Deutschland.

Bild: Tim Graham / Getty Images, Lidl

Folge NGIN Food auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain