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Diese Gründer verkaufen Super-Food – vom Home-Office aus

Die beiden KoRo-Gründer Constantinos Calios (links) und Piran Asci arbeiten von Zuhause aus.

Zuerst verkauften die Geschäftsführer von KoRo Drogerien Waschmittel in Großpackungen in ihrem Shop. Dann schwenkten sie auf Super-Food um und waren erfolgreich.

Wenn Constantinos Calios arbeiten will, setzt er sich in sein Auto und fährt fünf Minuten zur Wohnung seines Kumpels Piran Asci. Der lebt in einem Dreizimmer-Altbau im Berliner Stadtteil Friedenau, eigentlich mit seiner Freundin. Doch tagsüber sitzt der 23-Jährige dort für gewöhnlich mit dem fünf Jahre älteren Calios am Esstisch im Wohnzimmer.

Im warmen Lichtkegel einer Stehlampe trinken sie Kaffee, knabbern Trockenfrüchte und tippen auf ihren Laptops. Die Männer sind Geschäftspartner, sie leiten den Lebensmittel-Versandhändler KoRo Drogerien – vom Homeoffice aus.

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Sechs Mitarbeiter haben sie mittlerweile, auch sie arbeiten von zu Hause aus. Sie sitzen in Berlin, in Gießen, in Halle oder Los Angeles. Die Kommunikation läuft über Telefon, E-Mail, WhatsApp und alle 14 Tage mal über Skype. Durch das Homeoffice spart das Startup die Miete für ein Büro. „So kriegt man den Markteintritt hin, ohne viel Geld auszugeben”, ist Calios überzeugt.

Wie man eine Firma mit nur wenig Startkapital gründet, weiß er aus einem Buch, das er als Student gelesen hat. „Kopf schlägt Kapital“ heißt es, geschrieben hat es der Wirtschaftsprofessor Günter Faltin. Damals studierte Calios Jura, machte sein erstes Staatsexamen. Doch als er das Wirtschaftsbuch gelesen hatte, war klar: „Ich wollte etwas Eigenes aufbauen.“

Besonders eine Passage hatte es ihm angetan. Sie beschreibt, dass vor allem Großpackungen einen Preisvorteil böten. Er selbst plante, Handelsstufen zu überspringen und gezielt nach Waren zu suchen, mit denen sich richtig Geld verdienen ließ. 2012 gründete er die KoRo Drogerienwarenhandel OHG. Kollege Asci heuerte später als Werksstudent an und stieg 2015 als Geschäftsführer mit ein.

14 – KORO DROGERIEN

Wachstumsrate: 456 %
Gründungsjahr: 2013
Firmensitz: Berlin
Branche: E-Commerce
Webseite: www.korodrogerie.de

Zunächst verkaufte Calios Waschmittel in Großpackungen auf der Webseite. Ohne Erfolg. „Die Kunden wollten keine Riesenpackung Waschmittel bei sich zu Hause herumstehen haben“, glaubt der Gründer heute. Danach versuchte er es mit Reinigungsmitteln. Auch die kamen bei den Kunden nicht so gut an wie gedacht.

Dann schwenkte er um auf Lebensmittel. Genauer: auf getrocknete Früchte, Gewürze, Getreidearten und Fruchtsäfte. Und auf Super-Food, also auf Essen, dem eine besonders positive Wirkung auf die Gesundheit zugesprochen wird. Eine Strategie, die sofort funktioniert habe: „Plötzlich lief das Geschäft.“

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Wie hoch der Jahresumsatz ist, will Calios nicht verraten. Nur so viel: „Seit diesem Jahr schrei-ben wir schwarze Zahlen.“ Mehr als 50.000 Käufer zähle das Unternehmen mittlerweile, rund 40 Prozent davon seien Stammkunden.

Importeure beziehen die Waren aus verschiedenen Ländern. Sie sind auch für die Qualitätssicherung zuständig. „Wir versuchen, so viele Bereiche wie möglich auszulagern“, so Asci. Auch das sei ein Mittel, um die Ausgaben gering zu halten.

Bild: Chris Marxen

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