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Dieses Startup will das Google Analytics für den Einzelhandel werden

Die Gründer Degol Woldegaber, Jonas Flint und Erik Heidenreich

Im E-Commerce kann man jeden Klick verfolgen. Im Offline-Geschäft lässt sich schlechter nachvollziehen, wofür sich Kunden interessieren. Das soll Koopango ändern.

Welche Produkte interessieren Kunden im Supermarkt? Vor welchen Regalen bleiben sie stehen? Was weckt ihre Aufmerksamkeit? Diesen Fragen haben sich drei Rostocker Gründer gewidmet und mit ihrem Startup DEJ Technology eine Technik namens Koopango entwickelt, die dabei helfen soll.

Per Ultraschall versuchen Degol Woldegaber, Jonas Flint und Erik Heidenreich seitdem, den Weg zu verfolgen, den Kunden im stationären Handel gehen. Die Idee dahinter: Das Lautsprechersystem der Läden wird mit ihrer Technik gekoppelt. Nutzen Kunden beim Einkaufen entsprechende Apps für beispielsweise Gutscheine oder Einkaufszettel, kann das System des Startups auf das Mikrofon im Smartphone zugreifen und Ultraschallsignale empfangen. Dadurch will das Startup auf 50 Zentimeter genau bestimmen können, wo sich der Kunde gerade aufhält und wie lange er sich bestimmte Regale – und deren Produkte – anschaut.

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Der Händler muss vorher zustimmen, in welche Apps das Snippet eingebaut werden soll und den Kunden darauf hinweisen, dass in seinem Laden mit Ultraschallwellen gearbeitet wird. Gesundheitsgefährdend seien diese jedoch nicht, versichert das Startup. Persönliche Daten sollen auch nicht abgefragt werden. Kunden sollen dadurch zukünftig von individualisierten Angeboten und Treuepunkten profitieren, heißt es.

Das Team testet die Technik derzeit in einer Pilotphase. „Wir wollen das Google Analytics für Einzelhändler werden und ihnen die gleichen Möglichkeiten geben, die im E-Commerce bereits Gang und Gäbe sind“, sagt Mitgründer Jonas Flint über die Technologie. Seit der Gründung im Oktober 2016 hat das Startup bereits verschiedene Förderungen bekommen, unter anderem vom Wirtschaftsministerium und vom Europäischen Sozialfonds. Finanziert haben sie sich außerdem über ein Seed-Investment sowie das Exist-Gründerstipendium. Wie hoch die Kapitalspritzen waren, wollte das Startup jedoch nicht sagen. Derzeit arbeiten insgesamt sechs Angestellte an dem Projekt.

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Bild: Koopango

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