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Die Zukunft von Home Eat Home ist ungewiss – Gründer wechselt zu Etventure

HomeEatHome-Gründer Sebastian Esser

Das Startup Home Eat Home hat Insolvenz angemeldet und sucht einen Käufer. Gründer Sebastian Esser arbeitet mittlerweile für die Digitalberatung Etventure.

Es läuft bereits seit einigen Monaten nicht rund für Home Eat Home. Im Sommer scheiterte eine Finanzierungsrunde des Startups, die Gründer Sebastian Esser und Fried Große-Dunker meldeten die strategische Insolvenz an. „Wir nutzen die Insolvenz der GmbH, um die Gespräche weiter zu führen und können damit einige Kosten reduzieren“, sagte Esser damals.

Doch weitere Verhandlungen haben bisher keine Ergebnisse gebracht. Anfang November wurde schließlich das Insolvenzverfahren eröffnet, wie aus dem Insolvenzregister hervorgeht. Das Startup versucht weiter, einen neuen Besitzer zu finden. „Wir sind mit zwei potentiellen Käufern in Gesprächen“, sagt Sebastian Esser nun gegenüber Gründerszene. Es blieben noch wenige Wochen für die Verhandlungen.

Esser und Fried Große-Dunker starteten Home Eat Home 2014 mit finanzieller Unterstützung von Coca Cola, den Gründern gehören bis heute alle Anteile. Das Startup installierte Kühlschränke – von den Gründern als „intelligente Frische-Automaten“ bezeichnet – in Shops mit langen Öffnungszeiten, Fitness-Studios, Supermärkte oder Unternehmen. Gefüllt waren diese Kühlschränke mit Tüten und Boxen, die abgepackte Zutaten für eine oder mehrere Mahlzeiten enthalten. Startups wie Eating with the Chefs, das insolvente Kukimi oder Marley Spoon nutzten die Geräte beispielsweise, um ihre Gerichte an den Kunden zu bringen.

Doch die meisten der rund vierzig Kühlschränke seien nun bereits abgebaut, wie Esser berichtet. Allein in Berlin seien 35 intelligente Kühlschränke abtransportiert worden. Lediglich in München stünden noch fünf Geräte, die nach wie vor funktionierten. Einige Kühlschränke habe das Startup bereits abverkauft.

Während die Gespräche mit potentiellen Käufern weiterlaufen, hat Gründer Sebastian Esser bereits einen neuen Job angetreten: Er ist nun Head of Company Building bei Etventure in Berlin. Die Digitalberatung hat ihren Company Builder, der beispielsweise das Marktforschungs-Startup POSpulse oder das Hardware-Unternehmen TobyRich unterstützt hat, von European Innovation Hub in Startup Hub umbenannt. Unter dem neuen Namen und mit Esser an der Spitze soll dieser Bereich weiter ausgebaut werden.

Bild: Home Eat Home

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