Warum der Hej-Gründer gerne Heidi Klum bei DHDL sehen würde

Jannik Stuhlmann hat genaue Vorstellungen von seinen Wunschinvestoren in der Vox-Show. Was er sich sonst vom neuen Jahr erhofft, hat er hier für uns aufgeschrieben.

In unserem diesjährigen Wachstums-Ranking landete das Food-Startup Hej auf Platz 23. Das Hamburger Unternehmen ist vor allem für seine Protein-Riegel bekannt, die sogenannten Hejbars. In der norddeutschen Drogeriekette Budnikowksy werden die Riegel bereits verkauft, der Offline-Handel soll 2018 aber weiter wachsen. Welche weiteren Highlights das Startup im nächsten Jahr sieht und welchen Stellenwert Bitcoin, autonome Taxis und Insekten-Burger in seinen Augen einnehmen werden, hat uns Mitgründer Jannik Stuhlmann in einem Fragebogen beantwortet.

Applaus, Applaus: Welche Gründer haben euch 2017 am meisten beeindruckt? Und warum?

Jeff Bezos beeindruckt mich sehr. Wie viele Innovationen Amazon jährlich rausbringt, testet und dann entweder zu den Akten legt oder aber brutal hochskaliert ist wirklich eine unternehmerische Meisterleistung.

Trial and Error: Aus welchen Fehlern habt ihr 2017 gelernt?

Wir sind in diesem Jahr von knapp zehn auf 25 Leute gewachsen. Das ist immer noch ein sehr kleines Team. Aber nachdem sich die Mannschaft verdoppelt hat, merkt man, dass sich auch der Kommunikationsbedarf sehr stark verändert hat. Da lernen wir jeden Tag dazu und versuchen Themen offen, klar und transparent im ganzen Team zu vermitteln.

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Krypto-Boom: Wo steht der Bitcoin heute in einem Jahr?

Unter den Kollegen hat sich ein kleines Team an Krypto-Investoren gebildet. Bitcoin, Ioata und andere. Wir sind also alle vorbelastet und hoffen auf einen Kurs von 100.000 US-Dollar.

Next Big Thing: Welches Tech-Unternehmen ist der heißeste Börsen-Kandidat für 2018?

In 2018 wird es eng, da solch große News ja in der Regel mit etwas Vorlauf bekannt gegeben werden. Aber für mich sind neben Uber auch AirBnB und Dropbox die Kandidaten für einen Börsengang.

Großes Krabbeln: Wird man in einem Jahr Insekten-Burger bei McDonald’s essen können?

Dafür ist es noch deutlich zu früh. Es muss sich erst mal ein gutschmeckender Insekten-Snack etablieren und in den Handel schaffen, bevor große Ketten damit produzieren.

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Roboter als Fahrer: Werden uns Taxis bis Ende 2018 fahrerlos herumkutschieren?

Noch nicht, aber ich denke in fünf bis zehn Jahren ist das der Fall. Ich glaube aber, dass das eine gute Entwicklung und ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr sein wird.

Gründer-TV: Welche Ideen würdet ihr in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ beim nächsten Mal gerne sehen? Und welchen Investoren?

Ich würde gerne eine Jury aus Peter Thiel, Stefan Raab, Dieter Bohlen, Heidi Klum und Robert Geiss sehen. Die richtige Mischung aus Entrepreneurship und Entertainment. Von den Ideen her würde ich mir wünschen, dass etwas mehr Abwechslung in die Show kommt und die Ideen zusätzlich massenmarktfähig sind, sodass man sie nach der Show auch leicht bekommen kann.

Digitale Helfer: Auf welche App wollt ihr 2018 auf keinen Fall verzichten?

Mein Leben wird zu 98 Prozent von der App Workflowy gesteuert. Die darf nie verschwinden.

Schreibtisch-Lektüre: Welches Buch sollten Gründer 2018 unbedingt lesen?

Ray Dalios „Principles“. Er ist zwar Hedgefond-Manager und in dem Sinne kein klassischer Startup-Gründer, aber Bridgewater war auch mal eine kleine Boutique und ist heute der mit Abstand größte Hedgefond der Welt. In dem Buch erklärt Dalio, wie er Entscheidungen trifft und berichtet von allerlei wichtigen Learnings aus seinem Leben.

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Höher, schneller, weiter! Wie sehen eure Wachstumspläne derzeit aus?

Wir befinden uns in vielen Listungsgesprächen für unsere Marke Hej Natural. Das Interesse an unseren gesunden Riegeln ist wahnsinnig hoch und ich bin mir sicher, dass sie bald in ganz Deutschland und danach auch Europa verfügbar sein werden. Neben dem Vertrieb ist nämlich die Internationalisierung der nächste Wachstumspfad der Firma.    

Einhörner, an die Arbeit! Welches nervige Alltagsproblem hat bisher noch kein Startup gelöst?

Es wurde bereits gelöst, nur in Deutschland noch nicht: Das kontaktlose Bezahlen sollte überall verpflichtend sein. Zum Beispiel muss man in der Londoner U-Bahn nicht die Auswahl treffen, ob Einmalfahrt, Tagesticket, Gruppenticket, Ring ein, zwei oder drei. Man hält die Kreditkarte am Eingang und Ausgang einmal hoch und schon wird automatisch der korrekte Preis abgebucht. Schneller und effizienter geht es nicht.

Bild: Hej

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