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Warum diese zwei Gründer Gebäck analysieren

Die beiden Gründer Eyüp Aramaz und Tobias Pfaff (von links)

FoodTracks aus Münster will Bäckereien effizienter machen – und dafür sorgen, dass weniger Brötchen im Müll landen. Jetzt beteiligte sich Oetker an dem Startup.

Mittlerweile beschäftigen sich einige Startups damit, die Lebensmittelverschwendung einzudämmen. So vermitteln etwa die Apps Too Good to Go oder ResQ Club übrig gebliebenes Essen aus Restaurants oder Shops. Das Unternehmen SirPlus will bald ein Food-Outlet in Berlin eröffnen und Etepetete verschickt aussortierte Lebensmittel via Post. Nun will auch ein Startup aus Münster dabei helfen, dass weniger Müll produziert wird: FoodTracks.

Das Startup bietet eine Onlineplattform, die Bäckereien dabei helfen soll, ihren Betrieb besser zu organisieren und so zum Beispiel Geld zu sparen. „Wir analysieren unter anderem Daten aus der Personalplanung, Produktion und dem Verkauf“, erklärt Gründer Eyüp Aramaz das Geschäftsmodell. So könne das Startup etwa voraussagen, wie viele Backwaren hergestellt werden müssen, damit an einem Verkaufstag keine Produkte übrig bleiben. Daten von bis zu zehn Jahren des Geschäftsbetriebs könnten dafür genutzt werden, sagt er. So könne zum Beispiel bestimmt werden, ob Kunden bei schönem Wetter weniger Erdbeerkuchen kaufen als bei schlechtem Wetter. 

Noch stehen Aramaz und Tobias Pfaff, die das Unternehmen im Mai dieses Jahres im westfälischen Münster gründeten, am Anfang. Sie haben derzeit vier Kunden und arbeiten noch zu zweit an ihrer Idee. Dennoch gab es bereits Geld von einem großen Konzern. Im Juli dieses Jahres investierte Lebensmittelhersteller Oetker eine unbekannte Summe in das junge Unternehmen und übernahm 12,5 Prozent an FoodTracks, wie Deutsche Startups berichtete. 

Neben dem Investment des Konzerns finanziert sich FoodTracks über ein Abo-Modell. Für eine monatliche Gebühr bekommen Bäckereien dann Zugang zu der Online-Plattform, mit der sie ihren Betrieb analysieren können. Wie hoch diese ist, möchte Aramaz nicht kommentieren. Noch konzentrieren sich die Gründer auf Backwaren-Hersteller. Doch Aramaz glaubt: „Langfristig kann unsere Technologie auch für andere Unternehmen in der Lebensmittelbranche eingesetzt werden.“ 

Bild: Foodtracks
Bild Facebook: Getty Images / Westend61

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