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Foodpanda verkauft Russlandgeschäft für 100 Millionen US-Dollar

Foodpanda-CEO Ralf Wenzel im letzten Jahr auf der Hub-Konferenz in Berlin

Rockets Lieferdienstplattform Foodpanda zieht sich aus dem russischen Markt zurück und verkauft sein dortiges Geschäft an die Mail.Ru Group.

Foodpanda zieht sich aus Russland zurück: Für 100 Millionen US-Dollar hat der Berliner Essenslieferdienst sein dortiges Geschäft an die Mail.Ru Group verkauft. Das Rocket-Venture stellt die Trennung als Gewinn dar – sie bringe frisches Kapital für Wachstum in anderen Regionen bereit: „Der Verkauf erlaubt es uns, einen stärkeren Fokus auf die Expansion in Asien, dem Mittleren Osten und Osteuropa zu legen“, lässt sich Foodpanda-CEO Ralf Wenzel zitieren. Das Russland-Geschäft hat nach Unternehmensangaben zuletzt zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht.

Mit dem Rückzug reduziert sich das Foodpanda-Länderportfolio auf nur noch 20 Märkte. Im Frühjahr 2015, auf dem Höhepunkt der Expansion des vor vier Jahren gestarteten Unternehmens, waren es noch doppelt so viele. Nach Russland expandierte Foodpanda schon 2012, zwei Jahre später wurder zudem der lokale Konkurrent Delivery Club für eine nicht veröffentlichte Summe übernommen.

Doch das internationale Geschäft gestaltete sich als schwieriger als gedacht, wie CEO Ralf Wenzel bei einer Konferenz im vergangenen Jahr zugab. Es habe in einigen Ländern unvorhersehbare Probleme gegeben. Unter anderem hätte der russische Winter das Startup unvorbereitet getroffen. Auslieferungen hätten in Moskau plötzlich drei Stunden gedauert, weil Mopeds im Schnee stecken blieben. Wie einträglich das Geschäft in Russland unter dem Strich war, bleibt unklar.

Von dem früher ausgegebenen Ziel, in allen Schwellenländern aktiv zu sein, ist das Unternehmen nun weit entfernt. In diesem Jahr zog sich Foodpanda aus Vietnam zurück, im Zuge einer größeren Umstrukturierung des Rocket-Liefergeschäfts wurden auch die Töchter in Brasilien und Mexiko verkauft.

Bild: Bitkom

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