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Ein Foodora-Gründer tritt ab

Gründer und Technologiechef Stefan Rothlehner verlässt Foodora

Stefan Rothlehner hat Foodora mitgegründet, nun verlässt er das Essensliefer-Startup nach dreieinhalb Jahren. Wer neuer Technologiechef wird, verrät Foodora nicht.

Stefan Rothlehner ist seit den ersten Tagen dabei gewesen: Im Oktober 2014 gründete er gemeinsam mit Emanuel Pallua, Sergei Krauze, Konstantin Mehl und Manuel Thurner einen Essenslieferdienst namens Volo in München. Nur knapp ein halbes Jahr später kaufte das Berliner Börsenunternehmen Rocket Internet das sehr junge Startup und holte es in die Hauptstadt. Es folgte die Umbenennung in Foodora, schließlich wurde das Startup an das Lieferdienst-Portal Delivery Hero weitergegeben – und ging mit der neuen Mutter vor wenigen Wochen an die Börse.

Diese Schritte begleitete Rothlehner als Technologiechef. Nun aber verlässt er Foodora, wie Gründerszene erfuhr. Das Startup bestätigt dies auf Nachfrage. Ein Nachfolger stehe bereits fest. Wer das ist, werde derzeit noch nicht offiziell kommuniziert.

„Jetzt habe ich die Zeit, ein bisschen zurückzugeben“

Von Rothlehner selbst heißt es: „Ich wollte jetzt gerne einmal etwas ganz Neues sehen. Nach dreieinhalb Jahren war es einfach Zeit dafür.“ Auf die Frage, was für ihn als Nächstes komme, antwortet er: „Erst einmal Urlaub“. Außerdem plane er, Freunde bei Projekten zu unterstützen. „Ich finde das Community-Denken sehr wichtig – und jetzt habe ich die Zeit, ein bisschen zurückzugeben.“

Foodora stellt Restaurants einen Lieferservice zur Verfügung, die keinen eigenen Dienst betreiben. So können auch sie ihre Gerichte ausliefern lassen. Kunden bestellen per App, von Foodora beschäftigte Fahrer bringen dann das Essen zum Ziel. Die Arbeitsbedingungen dieser Fahrer werden immer wieder kritisiert, wogegen sich das Startup allerdings wehrt. Heute fahren in Deutschland mehr als 2.000 Kuriere für das Unternehmen, das hierzulande in 30 Städten aktiv ist.

Foodora hat im vergangenen Geschäftsjahr 45 Millionen Euro umgesetzt und einen Verlust von 58 Millionen Euro geschrieben.

Bild: Rocket Internet

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