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Auf diese Food-Trends setzen amerikanische VCs

Die Zutaten von Impossible Foods

Immer mehr US-amerikanische Wagniskapitalgeber investieren in Food-Startups. Diese vier Produktbereiche erhalten besonders viel Kapital.

Wenn große US-amerikanische VCs an ein Startup glauben, geht es oft um Beträge in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe. Bisher war das vor allem bei High-Tech-Firmen der Fall. Doch laut einer Studie der Analyseplattform CB Insights haben auch Food-Startups gute Chancen, einen einflussreichen Smart-Money-Geldgeber auf sich aufmerksam zu machen – also Unternehmen, die Startups in einer frühen Phase mit Rat und Kapital unterstützen.

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CB Insights hat sich Startups angeschaut, die verpackte Essensprodukte herstellen oder an neuen Technologien im Lebensmittelbereich arbeiten. Bei der Studie außen vor blieben Lieferdienste oder Unternehmen, die Zutatensets für Gerichte verschicken.

Das Ergebnis: Neun von 24 VCs haben seit 2013 in Startups investiert, die sich auf Essen oder Getränke fokussieren. Insgesamt förderten sie 14 Food-Startups. Besonders spendabel war dabei der kalifornische Frühphasen-Geldgeber Khosla Ventures, der in dem Zeitraum in acht Food-Startups investiert hat.

Doch nicht in alle Neuerungen im Lebensmittelbereich investierten die VCs gleichermaßen. Sie förderten fast nur Firmen, die mit ihren Produkten gewöhnliche Lebensmittel ersetzen wollen. Nach Angaben von CB Insights könnten diese Geschäftsmodelle leichter skalierbar sein als beispielsweise Innovationen bei Geschmacksrichtungen.

Auf diese vier Food-Trends setzen die US-Investoren:

  • Ersatz tierischer Produkte: Koshla Ventures gab beispielsweise 183 Millionen US-Dollar für Impossible Foods. Das Startup bietet einen pflanzlichen Burger an, der wie Fleisch schmecken soll. Auch Ripple Foods erhielt Millionen für seine kuhmilchfreie Milch. Gefördert wurde auch  Hampton Creek für seinen veganen Ei-Ersatz und Kite Hill für seinen Käse, der auf Nussmilch basiert.
  • Essen der Zukunft: Auch futuristisch wirkende Produkte erhielten viel Risikokapital. Ein bekanntes Beispiel ist Soylent, das eine Flüssignahrung herstellt, die andere Speisen komplett ersetzen soll. Andreessen Horowitz and Index Ventures glauben unter anderem in das mit mehr als 22 Millionen finanzierte Unternehmen. Außerdem erhielten Nutek Food Science (sodiumreduziertes Salz), Aloha (pflanzenbasiertes Eiweiß und Vitamine) und Blue Bottle Coffee (kaltgebrauter Kaffee) Millionenbeträge.
  • Sicherheit bei Lebensmitteln: Roka Bioscience erhielt mehr als 139 Millionen für sein Testsystem, das Schadstoffe bei Lebensmitteln erkennen soll. Ein weiterer Anbieter in diesem Bereich: Clear Labs, das mehr als 20 Millionen erhielt.
  • Speisen aus Obst und Gemüse für Endverbraucher: Der Luxus-Saftpressenhersteller Juicero erhielt knapp 100 Millionen, unter anderem von Kleiner Perkins Caufield & Byers, Google Ventures und Acre Venture Partners. Und Hungryroot, das sich auf vegetarische Fertiggerichte spezialisiert hat, sammelte mehr als 13 Millionen ein.

In dieser Grafik seht Ihr, welche Food-Startups für welche US-Investoren interessant sind:

Bild: Impossible Foods / Grafik: CB Insights

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