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Fake-Fleisch und Co. – so viel Geld bekommen Food-Startups

Happy family having a garden party

Das Thema Essen boomt. Doch es gibt auch noch eine andere Seite der Lebensmittelbranche: die Herstellung. Beim Food-Tech geht es um Dünger, Fleisch-Ersatz und Drohnen.

Startups, die Essen liefern oder eigene Food-Marken ins Leben rufen – von diesen Unternehmen hört man oft. Doch es gibt noch einen anderen Bereich der Lebensmittel-Gründerszene: Food-Tech. Hier geht es um Technologien und Innovation, die die Landwirtschaft und damit auch die Lebensmittelproduktion umkrempeln.

Das Startup-Netzwerk Cube hat nun gemeinsam mit dem Statistikportal Statista eine Studie zu Investitionen im Food-Tech-Bereich veröffentlicht. Im Jahr 2015 wurden demnach insgesamt weltweit mehr als zwei Milliarden US-Dollar in Tech-Firmen im Lebensmittelbereich investiert. Ein Jahr zuvor seien es 65 Prozent weniger gewesen. Berücksichtigt wurden in der Studie Unternehmen, die bis zu zehn Jahre alt sind.

Für die Studie wurden vier verschiedene Branchen untersucht. Am meisten wurde in sogenannte Agriculture-Technologie investiert. Dazu zählen zum Beispiel Startups, die innovative Technologien zur Bewässerung von Äckern entwickeln oder Drohnen für die Landwirtschaft bauen. Das Investitionsvolumen stieg hier auf 1,2 Milliarden Dollar – dreimal so viel wie 2014. Im Schnitt war eine Finanzierungsrunde zehn Millionen Dollar schwer.

Daneben flossen 2015 fast 300 Millionen Dollar in das „Digital Farming“. Zu diesem Segment zählen Startups, die Daten von Satelliten oder Kameras für Landwirte erschließen wollen.

Dünger-Startups versprechen Wachstum

Startups, die sich etwa mit der Nutzung von Düngemitteln beschäftigen, sammelten im vergangenen Jahr 360 Millionen Dollar ein. In der sogenannten „Crop Science“ sank das Investitionsvolumen zwar um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch gab es laut Studie mit 58 Finanzierungen zehn Deals mehr als noch 2014.

Auch bei der Lebensmittelverarbeitung wurde kräftig investiert: 365 Millionen Dollar kamen 2015 zusammen. Hier konzentrierte sich fast die Hälfte der Investments auf Unternehmen, die sich damit beschäftigen, Fleischersatz zu entwickeln.

Die Studie sieht besonders etablierte Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor und der Landwirtschaft als Treiber der Finanzierungen in Food-Tech-Startups. Sie wollen so mit den Innovationen der Konkurrenz Schritt halten. „Unsere Studie zeigt, dass Food-Tech immer wichtiger wird und vor allem die Bereiche Agtech und Digital Farming stark gewachsen sind“, sagt Torsten Oelke, Executive Chairman bei dem Startup-Netzwerk Cube. „Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird und zukünftig weitere Startups in den Markt einsteigen werden.“

Bild: Gettyimages/Hinterhaus Productions

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