Handelskonzern Migros steigt bei Emmasbox ein

Das Startup Emmasbox bietet eine Klick&Collect-Lösung für den Lebensmittelversand. Jetzt hat das Unternehmen eine Finanzierung in Millionenhöhe erhalten.

Das süddeutsche Startup Emmasbox erhält ein Investment in Millionenhöhe. In einer Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen einen siebenstelligen Betrag einsammeln, wie der Geschäftsführer Michael Reichelt gegenüber NGIN Food bestätigte. Mit dem neuen Geld soll das Produkt weiterentwickelt und die internationale Expansion vorangetrieben werden. Zu den Investoren gehört auch der Venture-Arm der Schweizer Migros-Gruppe, eines der größten Handelsunternehmen der Schweiz, das sich auf den Bereich zwischen Groß- und Einzelhandel spezialisiert hat. Auch bisherige Investoren haben zu der Finanzierungsrunde beigetragen. Die genaue Höhe des Investments wollte Emmasbox nicht verraten.

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Das Unternehmen gibt es seit 2013. Das Prinzip dahinter ist einfach: Kunden können online Lebensmittel bestellen, die dann in die nächste Emmasbox geliefert werden – große Schränke, die den DHL-Paketstationen ähneln. Weil die Fächer der Abholstation individuell gekühlt werden können, kann auf diese Weise die Kühlkette aufrecht erhalten werden, bis der Kunde die Ware erhält. Ein Problem, das bei anderen Arten des Lebensmittelversands eine große Schwierigkeit darstellt. Zwei Jahre nach dem Start wurde die erste Abholstation im österreichischen Linz in Betrieb genommen.

Die Boxen verkauft das Startup an andere Unternehmen. Etwa die Deutsche Bahn oder Supermärkte, die einen Online-Bestellservice für ihre Produkte anbieten. Damit soll Emmasbox eine Verbindung zwischen Online-Handel von Lebensmitteln und den traditionellen Supermärkten bieten, zu der das Unternehmen auch die passende Software entwickelt. Die erste Box in Deutschland stand allerdings im Jahr 2015 im Münchener Flughafen, gefüllt wurde sie von einer benachbarten Edeka-Filiale. Seit 2016 ist die Supermarkt-Kette auch Umsetzungspartner von Emmasbox. Konkrete Zahlen zu verkauften Boxen und Umsätzen wollte Geschäftsführer Reichelt nicht nennen.

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Bild: Emmasbox

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