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Turbulenzen bei Eating with the Chefs

Clemens Riedl, Chanyu Xu und Jochen Wolf gründeten Eating with the Chefs.

Star-Investor Peter Thiel steckte 2015 Geld in das Berliner Food-Startup – doch seit Monaten können Nutzer dort nicht mehr einkaufen. Kann sich das Startup retten?

Mit viel Wirbel startete Eating with the Chefs Ende 2015. Die Idee des Berliner Startups: Zuhause essen wie im Sternerestaurant. Mit hochwertigen Steaks, edlen Soßen und seltenen Beilagen. Die Gerichte, entwickelt von einem Sternekoch, wurden mit der sogenannten Sous-Vide-Kochtechnik fertig gegart und in Vakuumbeuteln verpackt an den Kunden verschickt.

Auch der Fonds von Peter Thiel investierte

Die Gründer hinter Eating with the Chefs sind bekannte Köpfe in der Startup-Szene: der frühere StudiVZ–Geschäftsführer Clemens Riedl, Eatüber-Gründerin Chanyu Xu und Jochen Wolf. Unterstützt wurden sie zum Start mit einem Millionenbetrag von Promi-Investor Peter Thiel, der mit seinem Founders Fund mit Sitz in San Francisco investierte, sowie von Holtzbrinck. Keine schlechten Voraussetzungen also.

Doch bereits seit mindestens vier Monaten können Kunden bei Eating with the Chefs nicht mehr bestellen. Die Seite existiert zwar wie gehabt, aber ein Kauf der Zutaten ist nicht möglich. Die Besucher werden darüber nicht aufgeklärt: Da auf der Seite jeglicher Hinweis fehlt, merken sie es erst, wenn sie versuchen, Produkte zu bestellen. So lag laut dem Schätzungstool Similar Web der Traffic auf der Seite zwischen November 2016 und Februar 2017 komplett flach. Und auch derzeit besuchen demnach nur noch weniger als 5.000 Nutzer im Monat Eating.de.

„Wir wollen die Produktion gerne outsourcen“

Was ist also bei dem Startup los? Gründer Clemens Riedl, der laut Handelsregister 62 Prozent der Unternehmensanteile besitzt, hält sich seit Monaten auf Gründerszene-Nachfragen äußerst bedeckt. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte er nun eine Sache klarstellen: Dass sein Startup noch nicht am Ende sei. Die Zahlen seien bis zur Pause sehr gut gewesen. „Jetzt müssen wir es schaffen, die Produktion skalierbar zu bekommen“, so Riedl. „Deswegen wollen wir die Produktion gerne outsourcen und sind aktuell auf der Suche nach einem Partner.“ Er stecke mitten in den Verhandlungen.

Sollte der Plan gelingen, dürfte es dennoch schwierig werden, die Kunden nach einer so langen Pause zurückzugewinnen. Ob Riedl außerdem noch Mitarbeiter beschäftigt und ob aktiv an dem Startup gearbeitet wird, ist derzeit nicht klar. Fest steht: Das bisherige Setup hat für das Geschäftsmodell von Eating with the Chefs nicht funktioniert.

Bild: Eating with the Chefs

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