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Trinken für die gute Sache

Die Gründer Martin Duchowski und Samir Kadunic

Alkohol für die Völkerverständigung: Zwei Gründer wollen mit Craft Bier den Frieden auf dem Balkan fördern.

Alkohol ist eigentlich nicht für seine konfliktbesänftigende Wirkung bekannt. Das Startup Drinkforpeace versucht trotzdem Hochprozentiges und Hochpolitisches zusammenzubringen.

Zusammen mit Craft-Beer-Brauern aus dem ehemaligen Krisengebiet Bosnien-Herzegowina haben die Gründer ein kalt gehopftes Bier mit fruchtigem Aroma gebraut: ein Getränk zur Völkerverständigung. Firmensitz ist in Berlin, das Bier lassen die beiden in Bosnien und Deutschland herstellen – in Zusammenarbeit mit lokalen Brauereien. An der Herstellung und der Rezeptauswahl sind Bosniaken, Serben und Kroaten beteiligt, die sich in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bekriegt haben.

Die Gründer Samir Kadunic und Martin Duchowski wollen fünf Cent von jedem verkauften Bier in Frieden fördernde Projekte in der ehemaligen Kriegsregion stecken. Kurz, es geht um’s Trinken für die gute Sache. Dafür sammelt das im Januar 2016 gegründete Startup derzeit frisches Kapital in einer Crowdfunding-Kampagne ein.

An Konfliktregionen besteht kein Mangel

Damit das Geld auch wirklich vor Ort ankommt, leiten die Gründer kein Geld an fremde Hilfsorganisationen weiter, sondern investieren nur in eigene Projekte. 2017 sollen so Gemeinschaftsseminare für Studenten verschiedener Ethnien organisiert werden, die an den Universitäten Mostar und Sarajevo studieren. Dadurch sollen Vorurteile zwischen Bosniaken, Kroaten und Serben abgebaut werden.

„Meine Wurzeln stammen aus dieser Region“, sagt Gründer Kadunic. „Deshalb weiß ich, dass Konflikte nicht abrupt aufhören hören, nur weil die Waffen schweigen.“ Mit Drinkforpeace erhofft er sich eine nachhaltige Zusammenarbeit der Menschen vor Ort.

Künftig wollen die Gründer auch in anderen Konfliktregionen Bier ausschenken. Neben Zypern, Israel und Palästina stehen die Ukraine und die koreanische Halbinsel auf der Liste.

Bild: Drinkforpeace

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