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Dieser Hobby-Brauer hat ein leuchtendes Bier hergestellt

ein bier das leuchtet

Es gibt ein wissenschaftliches Tool, mit dem man DNA verändern und vielleicht bald Krebs besiegen kann. Terrence O\'Brien hat es benutzt, um ein leuchtendes Bier zu brauen

Er habe schon seit zehn Jahren selbst Bier gebraut, erzählt Terrence O’Brien. Weil es ihm Spaß gemacht hat und er experimentierfreudig ist. „Ein paar Stechwinden oder Birkenrinde in den Topf – warum nicht“, schreibt der US-Amerikaner bei Engadget, wo er als Tech-Redakteur arbeitet. Trockener Hopfen und eine Packung Frühstückscerealien? Man könne ihn nicht stoppen. In den USA, wo es kein Reinheitsgebot wie in Deutschland gibt, ist das alles möglich.

Sein jüngstes Experiment: Ein Bier, das leuchtet. O’Brien leugnet nicht, dass er damit vielleicht etwas weit gegangen sein könnte. Wie er es geschafft hat, das Bier zum leuchten zu bringen? Mithilfe eines Tools, das Teile der DNA von Hefe – unter anderem – ersetzen lassen. CRISPR heißt es, und es ist der heimliche Star der Wissenschaft im Moment. Die Hoffnung: Auf diese Weise vielleicht eines Tages Krebs heilen zu können, indem die veränderten Teile des Erbguts „korrigiert“ werden.

Zurück zum Bier. Während die wissenschaftlichen Hintergründe für sein Experiment allenfalls für den geneigten Leser nachvollziehbar sind – O’Brien schildert sie in seinem Artikel ausführlich –, war der Bier-Brau-Prozess vergleichsweise simpel. 160 Dollar legte der Craft-Beer-Brauer für das notwendige Kit auf den Tisch, viel mehr brauchte es nicht an Material, um den Austauschprozess in Gang zu setzen, der Teile der ursprünglichen Hefe-DNA gegen die neue DNA auszutauschen. Einige Warmwasserbäder und wenige Tage später leuchtete die Hefe unter Schwarzlicht grün auf.

Nun ging es ans Bier-Brauen. Weil die Menge an leuchtender Hefe nicht reichte, braute O’Brien zunächst ein schwaches „Proto-Beer“, damit sich die Hefe vermehren und stärker werden konnte. Dann folgte der normale Brauprozess – samt dem Ergebnis, das der Hobby-Brauer als „auf eine Art erfolgreich“ bezeichnet:

Zwar leuchteten die ersten Proben tatsächlich. Als sich das Bier setzte und die Hefe nach unten sank, wurde das Leuchten allerdings schwächer und schwächer. Am Ende blieb nur ein schwaches Schimmern denn ein blendendes Leuchten.

Auf seine Art hat Terrence O’Brien gleich zwei Dinge bewiesen: Dass sich auch komplexe wissenschaftliche Experimente längst von interessierten Hobbyisten umsetzen lassen. Und wie phantasievoll mit den richtigen Tools neue Lebensmittel kreieren lassen. O’Briens vorläufiges Fazit zu seinem Experiment: „Zumindest hat mich das leuchtende Bier (noch) nicht umgebracht“.

Bilder: Terrence O’Brien / Engadget

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