Dieses Startup lehnte einen DHDL-Deal ab – und verzehnfachte seinen Umsatz

Das Anti-Diät-Startup Intueat entschied sich bei DHDL gegen einen Deal mit Jochen Schweizer. Den Umsatz konnten sie auch ohne fremde Hilfe steigern.

Es war kein gutes Angebot in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“, wo Gründer ihre Ideen vor Investoren präsentieren. Das Düsseldorfer Startup Intueat wollte zehn Prozent an seinem Unternehmen für ein Investment abgeben, Investor Jochen Schweizer aber forderte einen Anteil von 33 Prozent. Das Gründerpaar Mareike Awe und Marc Reinbach bewertete sein Unternehmen damals mit 1,5 Millionen Euro. Sie lehnten den Deal ab und entschieden sich, das Startup ohne fremde Hilfe aufzubauen.

Eine bessere Entscheidung hätten sie nicht treffen können, glauben die Gründer heute. Der monatliche Umsatz des Startups und die Kundenanzahl hätten sich seit der Ausstrahlung der DHDL-Folge im September 2016 verzehnfacht.

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Awe und Reinbach entwickeln mit Intueat ein Coachingprogramm, das Nutzern dabei helfen soll, langfristig abzunehmen. Die Medizinstudenten verstehen ihr Online-Programm nicht als Diät-Hilfe, sondern wollen Teilnehmern einen Anreiz zum intuitiven Essen geben. In dem zwölfwöchigen Kurs bietet Intueat den Kunden unter anderem Audiotraining, Motivationsmails und Essenstagebücher für 133 Euro im Monat an.

Seit der Gründung im August 2015 hat Intueat einen Umsatz im siebenstelligen Bereich gemacht. Wie hoch die Summe genau ist, wollen die Gründer auf Nachfrage nicht verraten. Nur so viel: Seit 2015 hätten insgesamt knapp 5.000 Nutzer an dem Programm teilgenommen. Das würde einen maximalen Umsatz von knapp zwei Millionen Euro in zwei Jahren ergeben. Mittlerweile arbeiten elf Mitarbeiter für das Startup, das sich im Frühjahr in eine GmbH umwandelte. Im Sommer ließ das Startup seine Marke Wohlfühlmensch eintragen.

Intueat setzt vor allem auf Social Media und den eigenen Podcast, um seine durch DHDL gewonnene Bekanntheit aufrechtzuerhalten. Der Fokus der Online-Kampagnen liegt auf Mitgründerin Awe, die als Markengesicht für das Abnehm-Programm fungiert.

Direkt nach der Show hatte DHDL-Juror Carsten Maschmeyer noch seine Hilfe angeboten. „Im Endeffekt ist es nicht mehr zu einer Zusammenarbeit gekommen, was aber weder an ihm, noch an uns lag. Es hat sich am Ende einfach nicht ergeben“, erzählen die Gründer im Gespräch mit NGIN Food. Auch Angebote von anderen externen Geldgebern haben sie ausgeschlagen. „Wir haben schlussendlich alles selbst finanziert und sind darüber heute sehr froh, da es uns sehr unabhängig macht und wir unsere Entscheidungen nach wie vor völlig selbstständig treffen können.“

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Bild: Intueat

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