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Delivery Heros Börsenkurs steigt nach dem Start

Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg (rechts) am Freitagmorgen an der Frankfurter Börse

Das milliardenschwere Liefer-Startup Delivery Hero ist am Freitagmorgen an der Börse gestartet – und konnte gleich einen Kursanstieg verbuchen.

 

Niklas Östberg sieht gelöst aus. Kurz nach dem Börsengang seines Unternehmens gibt der Chef von Delivery Hero ein erstes Fernseh-Interview. „Ich bin froh, dass wir einen guten Start hatten“, lächelt er in die Kamera. „Es ist ein fantastischer Tag für die europäische Tech-Szene.“

Die Zahlen sehen bisher tatsächlichen gut aus: Nachdem die Glocke an der Frankfurter Börse zum Handelsstart geläutet hatte, stieg der Kurs um drei Prozent. Am Mittwoch hatte die Berliner Liefer-Plattform insgesamt 19 Millionen neue und 15 Millionen bestehende Aktien zu einem Preis von 25,50 Euro an der Börse platziert. Am Mittag lag der Kurs bei 26,80 Euro (Stand: 12:50 Uhr).

Mit dem IPO wurden etwa 996 Millionen Euro eingenommen. Der Liefer-Plattform selbst fließen 465 Millionen zu. Etwa 300 Millionen davon werden genutzt, um Kredite zurückzuzahlen. Größter Profiteur ist Anteilseigner Rocket Internet, das bis zu 264 Millionen Euro bekommt. Delivery Hero wird beim IPO mit 4,4 Milliarden Euro bewertet.

Die Börsengang überzeugt die Rocket-Aktionäre dagegen nicht: Der Kurs sackte am Freitagvormittag leicht ab. Es bestehen offenbar Zweifel daran, dass die Berliner Internetschmiede weitere Hoffnungsträger im Angebot hat. Denn das zweite Unternehmen, von dem sich Rocket viel verspricht, musste in den letzten Tagen einen Rückschlag hinnehmen. Der Kochboxen-Versender HelloFresh sollte Medienberichten zufolge auch bald den Schritt an die Börse wagen – doch der wichtige US-Konkurrent Blue Apron musste bei seinem Börsengang vor wenigen Stunden eine deutlich niedrigere Bewertung hinnehmen als geplant. Sie lag bei nicht einmal zwei Milliarden Dollar – anvisiert waren 3,2 Milliarden.

Bei Delivery Hero dämpft Chef Niklas Östberg auch vorsorglich die Erwartungen nach dem Start: Die kommenden zehn bis 15 Jahren seien entscheidend, sagt er in die Kamera. Eine ziemlich lange Zeit.

Hier geht es zum gesamten CNBC-Interview.

Bild: André Langer

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