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Delivery Hero in Geldnot?

Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg

Die Börse ist das Ziel von Delivery Hero. Das steht seit langem fest, den Zeitraum hält das Unternehmen bewusst offen. Zuletzt hieß es von dem Geschäftsführer Niklas Östberg, Anfang 2017 sei ein IPO durchaus denkbar.

Delivery Hero scheint auf dem Weg an die Börse dringend frisches Kapital zu benötigen. Der Lieferdienst-Vermittler soll sich auf einen teuren Kredit eingelassen haben – aus Mangel an anderen Finanzierungsmöglichkeiten. Für einen zweistelligen Millionenbetrag von mindestens 30 Millionen Euro würden im Gegenzug monatlich 500.000 Euro fällig. Das berichtet das Manager Magazin.

Es heißt, das Unternehmen habe sich monatelang bemüht, neues Geld einzusammeln. Langsameres Wachstum in einigen Ländern habe die Firma unter Druck gesetzt. Das Magazin zitiert außerdem aus einer internen Mail des CFOs Emmanuel Thomassin an Delivery-Hero-Mitarbeiter. Demnach beschreibe Thomassin den Kredit als „sehr teuer“ und bitte um Sparsamkeit. Erfolgreiche Tochtergesellschaften sollten liquide Mittel an die Holding geben und Rechnungen erst möglichst spät bezahlen. Allerdings solle darauf geachtet werden, dass der Ruf des Unternehmens und die Geschäftsbeziehung keinen Schaden erlitten.

Delivery Hero gibt gegenüber dem Manager Magazin an, die aktuelle Finanzierung übersteige die Summe von 30 Millionen Euro deutlich. Die Zinszahlungen spiegelten „die marktüblichen Konditionen für Finanzierungen dieser Art wider“. Bei den Sparmaßnahmen handle es sich außerdem um übliche „Cash-Management-Prozesse“, man betont, es gebe keine Schwierigkeiten mit den Finanzen.

Aus dem Handelsregister geht hervor, dass der Kredit nicht die einzige Finanzierung von Delivery Hero in diesem Jahr war. Allein 2016 gab es vier kleinere Kapitalerhöhungen. Auf Basis der jüngsten Unternehmensbewertung von mehr als drei Milliarden Euro dürften die Summen auch dabei signifikant gewesen sein. Zuletzt kürzte Delivery Hero einige Geschäftsfelder, um profitabler zu werden.

Bild: Delivery Hero

Dieser Artikel erschien zuerst auf www.gruenderszene.de

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