Frisches Geld für die Inhaltsstoffe-App Codecheck

Mit der App Codecheck können Nutzer beim Einkauf die Inhaltsstoffe von Produkten checken. Für das Konzept gibt es nun zum zweiten Mal Geld.

Es ist zwei Jahre her, dass Codecheck zum ersten Mal Kapital einsammelte. Nun bekommt die App aus der Schweiz noch einmal Geld: Die Risikokapitalgeber Polytech Ecosystem Ventures, MGO Digital Ventures und Altinvestoren wie die beiden Doodle-Gründer Myke Näf und Paul E. Sevinç beteiligten sich an der siebenstelligen Runde.

Das Konzept von Codecheck ist schnell erklärt: Mit der App können Nutzer den Barcode eines Artikels scannen und bekommen dann auf ihrem Smartphone Infos zu diesem Produkt angezeigt. Dazu gehören etwa Inhaltsstoffe oder Hersteller.

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Diese Idee hinter Codecheck gibt es bereits seit 2000. Damals fing Gründer Roman Bleichenbacher gemeinsam mit seinem Bruder Manuel Bleichenbacher an, die Produktdatenbank aufzubauen, in der mittlerweile nach Angaben des Unternehmens 35 Millionen Produkte vorhanden sind. Bis 2014 war Codecheck ein gemeinnütziger Verein.

Dann wurde dieser jedoch zu einer Schweizer Gesellschaft umgewandelt, um Gewinn zu erwirtschaften, heißt es von dem Unternehmen. Zeitgleich gab es die erste Finanzierungsrunde für Codecheck: Im August 2014 sammelte das Schweizer Unternehmen eine Million Euro ein, auch damals investierten die beiden Doodle-Macher, zudem die Innovationsstiftung der Schwyzer Kantonalbank. Im selben Jahr bekamen die Brüder Verstärkung durch Boris Manhart, der die Rolle als CEO übernahm. Gemeinsam expandierte das Trio mit Codecheck nach Deutschland und Österreich.

Während Manhart und Roman Bleichenbacher das Unternehmen noch immer gemeinsam führen, verließ Mitgründer Manuel Bleichenbacher das Unternehmen aufgrund anderer Pläne vor etwa sechs Monaten, heißt es von Codecheck. Etwa zur selben Zeit stand die Barcode-App, die nach eigenen Angaben vier Millionen mal heruntergeladen wurde, in der Kritik. Die Rheinische Post deckte im Sommer dieses Jahres auf, dass die Information in der App zu manchen Produkten bis zu 16 Jahre alt sind. Dabei berief sich das Blatt auf das Verbrauchermagazin Öko-Test, das Codecheck Daten zur Verfügung stellte. Codecheck bestreitet den Vorwurf gegenüber Gründerszene, die Zusammenarbeit mit Öko-Test sei zudem eingestellt worden.

Bild: Codecheck

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