DHDL: Warum das Startup Chef One einst als Facebook-Gruppe startete

Chef One will fremde Menschen bei gemeinsamen Abendessen zusammenbringen. Bei der Höhle der Löwen pitchen sie nun für ein Investment.

Fremde Leute, Kochen und Tech: Das Hamburger Startup Chef One will mit seiner App und viel Essen einander fremde Leute zusammenbringen. Ein „Air BnB fürs Essen”, so nennen die Gründer Eddie Alim (33) und Philipp Benseler (32) ihre Geschäftsidee. Dafür wollen sie in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ 100.000 Euro und sind bereit 15 Prozent ihres Unternehmens abzugeben.

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„Wir geben Menschen die Chance, neue Leute kennenzulernen und gut zu essen“, sagt Benseler. Wie man bei AirBnB Wohnraum bei Fremden erwerben kann, kann man bei Chef One ein Abendessen bei Fremden kaufen. Das Geschäftsmodell funktioniert so: Man registriert sich auf der Internetseite oder in der App von Chef One. Dort kann man entweder als Gastgeber Abendessen veranstalten oder sich als Gast in die angebotenen Dinner einbuchen. Dabei legt der Gastgeber die Preise und die Anzahl der Gäste fest. Von jeder Buchung gehen 15 Prozent des Preises an Chef One. „Man bucht online, aber man lernt sich dann im echten Leben kennen“, erklärt Benseler. „Es ist wirklich spannend, in so einer heterogenen Gruppe beisammen zu sein, das passiert einem sonst fast nie.“ 

Die Idee zum Unternehmen entstand 2013. Alim war gerade nach Hamburg gezogen und kannte noch nicht viele Leute. Deshalb gründete er eine Facebook-Gruppe, in der er schrieb: „Hey, ich bin neu und suche nette Menschen für einen gemeinsamen Dinner-Abend“. Zusammen mit Benseler und ihrem Freund Dogan Ayhan gründeten sie 2016 Chef One. Bislang sind rund 35.000 Personen auf der Plattform registriert, circa 1000 Dinner wurden bereits ausgerichtet.

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Aber was passiert, wenn nicht genügend Gäste ein Dinner buchen? „Das passiert sehr selten“, sagt Benseler. „In so einem Fall würden wir das Event verschieben, den Kunden einen Gutschein anbieten oder das Geld zurückerstatten.“ Zuletzt wurde das Angebot noch ausgebaut. Man kann bei Gastgebern nun auch private Dinner buchen, bei denen der Gast festlegt, wer kommt. Zudem gibt es inzwischen auch „Social Drinking“, wie Benseler erklärt. „Das ist natürlich kein Besäufnis, aber man z.B. kann schöne Cocktailabend veranstalten.“ Chef One ist bislang in 15 deutschen Großstädten, Wien und einigen kleineren Städten verfügbar.

Bild: Chef One

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