Das Mini-Gewächshaus für Superfoods

Das Aalener Startup CellGarden setzt auf den wachsenden Gesundheitsmarkt und hat einen Home-Growing-Automaten für Superfoods entwickelt.

Sprossen und Keimlinge sind wahre Nährstoffbomben – sogenannte Superfoods. Im Einmachglas auf dem Fensterbrett brauchen die Baby-Pflanzen jedoch mindestens sieben Tage, bis sie essbar sind. Das Aalener Startup CellGarden hat ein Gerät entwickelt, mit dem Sprossen schon nach vier Tagen geerntet werden können. Das CellOne ist ein System mit automatischer Steuerung, das Bewässerung, Licht und Temperatur an die Gegebenheiten des jeweiligen Keimlings anpasst.

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CellGarden bietet für sein Home-Growing-Gerät 20 verschiedene Sorten von Sprossen und Microgreens sowie von Nüssen, Kernen und Hülsenfrüchten in biologisch abbaubaren Verpackungen an. Das System benötigt einen Stromanschluss und hat einen nachfüllbaren Wassertank. Die drei Ebenen des CellOne-Automaten sind so konstruiert, dass mehrere Sorten gleichzeitig aufgezogen werden können.

Wie man die Superfoods verarbeiten und in seine Ernährung einbauen soll, empfiehlt CellGarden in seiner App und einem Kochbuch. „Wir bieten eine ganzheitliche Versorgung für zuhause, aber nicht nur zum Sprossen ziehen“, erklärt Marina Zeisler, Mitgründerin von CellGarden, gegenüber NGIN Food. „Wir verstehen uns weniger als ein Hardware-Produkt, sondern sehen uns eher als ein großes Ganzes für gesunde Ernährung.“

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Im vergangenen Jahr sind Alexander Lier, Josef Teips und Marina Zeisler mit ihrer Idee am Innovationszentrum der Hochschule Aalen gestartet. Gegründet wurde CellGarden im Juli 2017 mithilfe des Exist-Gründerstipendiums und Fördergeldern von insgesamt 180.000 Euro. Zu Kaufen gibt es das Home-Growing-System derzeit allerdings noch nicht, das Startup plant seinen Markteintritt für Ende des kommenden Jahres.

Mittlerweile bauen immer mehr Unternehmen auf alternative Farming-Methoden für die Küche. So setzen beispielsweise auch Agrilution und die US-Startups Farmshelf und Back to the Roots auf Home-Gardening.

Bild: Chris Marxen

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