Dieses Startup verspricht dir einen Turbo für die Konzentration

Die Mittelchen von Braineffect sollen für mehr Energie, Leistung und Wohlbefinden sorgen. Dahinter steht ein VC, der vor allem chronisch Gestresste anlocken will.

Ein Berliner Startup möchte mehr aus uns herausholen – mit Tabletten, Tropfen und bald auch mit Shots oder Riegeln. Braineffect hat aktuell fünf Nahrungsergänzungsmittel im Sortiment. Mit Inhaltsstoffen wie grünem Tee, Krill oder dem Hormon Melatonin sollen sie die Konzentration fördern, beim Einschlafen helfen oder den Vitamin-D-Haushalt verbessern.

„Performance Food“ nennt das Braineffect-Geschäftsführer Fabian Foelsch, der Gründer, Sportler und Unternehmensberater zu seinen Kunden zählt. Die Produkte, so sagt er, können Ernährungsdefiziten entgegenwirken, die die Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit beeinträchtigen.

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So manches Arbeitstier dürften Tabletten wie die von Braineffect aber gerade dazu verleiten, weniger zu schlafen, schnell einen Burger zu verdrücken und in der Mittagspause vor dem PC sitzen zu bleiben, statt vor die Tür zu gehen. Eine Verführung zum ungesunden Lebensstil? „Im Gegenteil“, sagt Foelsch. „Mit unseren Produkten kann man eben keinen ungesunden Lebensstil ausgleichen.“ Das Angebot des Startups richte sich eher an Personen, die zwar bereits einigermaßen gesund leben, denen aber die Zeit für einen optimalen Tagesablauf fehlt. Der Gründer erklärt, dass man alle Wirkstoffe in den Braineffect-Produkten auch durch eine gesunde Ernährung und Lebensweise aufnehmen könne.

Die Rezepturen für die Produkte stammten von angestellten Biochemikern und Ernährungswissenschaftlern sowie einem externen Ärzteteam, erklärt der Braineffect-Chef. Produziert und getestet werde dann in Bayern, Baden-Württemberg und Berlin. Das Startup verkauft seine Ware vor allem online, ist aber zum Beispiel auch bei Apotheken gelistet. Verkaufszahlen will Foelsch nicht bekannt geben. In diesem Jahr sei aber mit einem niedrigen siebenstelligen Umsatz zu rechnen.

In seiner heutigen Form gibt es Braineffect seit vergangenem Oktober. Das dahinterstehende Unternehmen Whitewall wurde bereits 2009 von einem anderen Team gegründet, das ursprünglich ein koffeinhaltiges Mittel zur Konzentrationsförderung entwickelte. Ulrich Schober, Chef des Berliner Risikokapitalgebers Schober Ventures, übernahm die Firma zusammen mit Fabian Foelsch im Jahr 2015, um sie neu zu positionieren. Schober Ventures ist Mehrheitsinhaber von Braineffect.

Vorbilder von Braineffect sind die US-Unternehmen Nootrobox und TruBrain. Auch sie verkaufen Nahrungsergänzungsmittel, die für bestimmte Tageszeiten und Lebensphasen sinnvoll sein sollen. Eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2,6 Millionen US-Dollar für Nootrobox führte Ende 2015 der Star-VC Andreessen Horowitz an. In Deutschland verkaufen auch die beiden Onlineshops Vitafy und Nu3 Nahrungsergänzungsmittel.

Bild: Braineffect

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