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Pülverchen für Kraft und Energie

Klaas Koolmann bietet mit seinem Startup Berlin Organics Superfood-Pulver in Dosen an.

Etliche Startups stellen Lebensmittel aus Superfood her. Ein Berliner Unternehmer versucht sich in Mischungen – und landete so in den großen Bio-Ketten.

Die Dosen heißen „Schutzschild“, „Ruhepol“ oder „Kraftpaket“. Berlin Organics bietet Pulver aus Superfood an, also aus Lebensmitteln, die besonders gesund sein sollen.

Im Gegensatz zu einigen anderen Produkten bestehen die Pulver des Startups nicht aus einem Superfood, sondern aus mehreren. Das Ziel: Die Mischungen sollen ein bestimmtes Bedürfnis des Konsumenten befriedigen. Wer sein Immunsystem stärken will, greift zum Beispiel zu „Schutzschild“, wer entspannen will, wählt „Ruhepol“. Die Pulver kann man in Getränke, Joghurt, Müsli oder andere Speisen rühren – sie sind relativ geschmacksneutral.

Der gebürtige Karlsruher Klaas Koolman, 36, hat Berlin Organics im Sommer 2015 gegründet. Zuvor arbeitete er im Marketing bei Sony. Das Thema Superfood hätte ihn aber schon seit Längerem gereizt, erzählt er. Er habe sich solche Produkte selbst oft gekauft, bis in seiner Küche unzählige offene Päckchen und Dosen standen: „Da dachte ich mir, dass es praktisch wäre, wenn es Superfood bereits in einer fertigen Mischung gäbe, die auf unterschiedliche Verwendungszwecke abgestimmt ist.“

Zusammen mit einem Lebensmittelspezialisten probierte er aus, welche der Substanzen sich gut miteinander kombinieren lassen. „Maca und Hanf passen beispielsweise zusammen“, sagt der Unternehmer. Denn die Anden-Knolle Maca solle zu mehr Energie führen, Hanfprotein wiederum sei ein wichtiges Eiweiß für Vegetarier und Veganer. Außerdem eigneten sich beide gut für grüne Smoothies.

Mit den Pulvern will sich der Gründer von der Konkurrenz absetzen – auch wenn Mitbewerber wie Feinstoff, Greenic Superfood oder Lebepur auch auf Superfood-Mischungen setzen. „Der Markt ist umkämpft“, gibt Koolmann zu. Umso wichtiger sei es für ihn, eine hohe Qualität der Rohstoffe anzubieten. Seine Ware ist bio-zertifiziert und frei von künstlichen Zusatzstoffen, Laktose oder Gluten.

Die Rohstoffe bezieht er von Lieferanten aus verschiedenen Ländern. Sie schicken die Materialien in Pulverform zu einem Produzenten nach Niedersachsen, wo sie gemischt, verpackt und versandt werden.

Die Kunden erreicht Koolman im deutschsprachigen Raum – und dort vor allem über den Bio-Einzelhandel und Online-Shops wie nu3.de und vitafy.de. Außerdem gibt es seine Pulver auch bei Ketten wie Denns, Basic und der Biocompany, sowie bei Bio-Großhändlern wie Dennree.

„Den Break Even erreichen wir in den nächsten Monaten“, ist sich der Gründer sicher. Für dieses Jahr rechne er mit Umsätzen im sechsstelligen Bereich. Fünf Freelancer und Studenten arbeiten heute für ihn in seinem Büro in Berlin-Mitte.

Um die Firma zu gründen, habe er alleine Eigenkapital aufgewendet, sagt Koolman. Für die Zukunft sei ein externer Investor aber nicht ausgeschlossen.

Bild: Berlin Organics

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