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Warum kleine Händler mit Amazon Fresh kooperieren

Amazon Fresh setzt nicht nur auf Mainstream-Ware

Für seinen Lebensmittel-Lieferdienst integriert Amazon auch kleine Geschäfte, die besondere Produkte herstellen. Das kann beiden Seiten helfen.

Seit heute ist klar: Amazon Fresh startet in Berlin und Potsdam. Allerdings nur in einigen Teilen der Stadt. Aber immerhin. Zudem hat das US-Unternehmen verkündet, für Amazon Fresh auch mit kleinen Lebensmittelhändlern und Feinkostläden zusammenzuarbeiten.

Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass sowohl das Berliner Unternehmen Kochhaus, das bereits abgemessene Zutaten für Gerichte verkauft, als auch der Bio-Supermarkt Basic mit Amazon Fresh kooperieren und ihre Ware über den Shop vertreiben. Seit heute sind nun weitere Partner bekannt: Der Schokoladenhersteller Rausch, der ohnehin seine Produkte nur noch online und in einem einzigen Geschäft in Berlin anbietet. Sowie die Frankfurter Bäckerei Zeit für Brot, die auch in Berlin Filialen betreibt.

„So müssen die Kunden keinen weiten auf sich nehmen.“

„Mit Amazon Fresh können wir ganz neue Kundengruppen erreichen, ohne dabei eigene Vertriebskanäle oder Infrastrukturen aufbauen zu müssen“, sagt Zeit-für-Brot-Geschäftsführer Dirk Steiger auf Nachfrage von NGIN Food. „Amazon sorgt mit seiner Logistik dafür, dass die Kunden keine weiten Wege auf sich nehmen müssen.“ Bisher gibt es zwei Filialen der Bäckerei, eine in Berlin-Charlottenburg, eine andere im Stadtteil Mitte. Häufig bildet sich eine Schlage vor den Geschäften. Auch von Rausch-Geschäftsführer Robert Rausch heißt es, er wolle so den „Online-Handel weiter ausbauen“.

Für Amazon ist die Zusammenarbeit mit den kleineren Händlern eine geschickte Maßnahme, um auch Kunden für den Service zu begeistern, die ansonsten vielleicht zu anderen Lieferdiensten, beispielsweise dem von Rewe oder Bringmeister, ausgewichen wären. Außerdem kann der Konzern so ganz nebenbei sein Image aufpolieren: Amazon will signalisieren, dass es auch die kleinen Geschäfte unterstützt und nicht nur kaputt macht.

Bild: Amazon

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