Mehr als 500 Millionen Dollar für US-Lieferdienst DoorDash

Tony Xu ist CEO der nun 1,4 Milliarden Dollar schweren Lieferplattform

Ein weiteres Food-Startup zieht in den Club der Unicorns ein. Satte 535 Millionen US-Dollar holte sich der US-Lieferdienst DoorDash in einer neuen Finanzierungsrunde. Medienberichten zufolge wird der kalifornische Restaurantmarktplatz nun mit 1,4 Milliarden Dollar bewertet.

Angeführt wurde die Series D von SoftBank. Der japanische Tech-Konzern hält bereits Anteile in Höhe von sieben Milliarden Dollar an Uber. Obendrein haben die Alt-Investoren Sequoia Capital, GIC and Wellcome Trust erneut Geld in DoorDash gesteckt. Laut Crunchbase summiert sich die Funding-Summe nun auf über 720 Millionen Dollar. Einen Börsengang schließt das US-Startup auf Nachfrage des US-Magazins TechCrunch nicht aus. Das Investment lasse DoorDash künftig mehr Freiraum in der Art der Finanzierung, so CEO Tony Xu. 

Die kalifornische Essensplattform wurde 2013 von den vier Standford-Alumnis Andy Fang, Evan Moore, Stanley Tang und Tony Xu gegründet. Derzeit ist der Lieferservice in 600 Städten in den Vereinigten Staaten und Kanada vertreten. Mit dem frischen Kapital will der CEO in weitere Regionen expandieren und die Technologie weiterentwickeln. Die Partnerrestaurants sollen demnach ihr Essen zu günstigeren Preisen verkaufen und schneller liefern können. DoorDash will außerdem eine branchenübergreifende Lösung für die letzte Meile finden, egal ob für Essenslieferungen oder Non-Food-Produkte.

DoorDash sei bereits im letzten Jahr profitabel gewesen, schreibt TechCrunch. 2017 habe sich der Bruttogewinn des Startups nach eigenen Angaben versechsfacht. Zahlen nennt das kalifornische Unternehmen allerdings nicht. Zum Vergleich: Einer der größten Konkurrenten von DoorDash auf dem nordamerikanischen Markt ist Uber Eats. Im Oktober plante der Uber-Lieferservice noch mit einem Jahresumsatz von drei Milliarden Dollar. Das Berliner Unicorn Delivery Hero setzte im vergangenen Jahr rund 544 Millionen Euro um, allerdings nur 47 Millionen Euro auf dem US-Markt.

Bild: Noam Galai / Getty Images
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